Ärzte Zeitung, 09.06.2005

Masern in Oberbayern ausgebrochen

MÜNCHEN (sto). Eine hohe Zahl von Masernerkrankungen wird derzeit in Oberbayern registriert: Mehr als 120 Kinder- und Jugendliche sowie drei Erwachsene sind in den Landkreisen Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen sowie München und Freising erkrankt.

Betroffen sind vor allem ungeimpfte Kinder zwischen fünf und 15 Jahren. Allein 40 Fälle wurden nach Angaben des Gesundheitsamtes in Weilheim an der Montessori-Schule in Peißenberg gezählt. Die Schule habe ein Impfangebot mehrfach abgelehnt, teilte der Leiter des Gesundheitsamtes mit.

Bayerns Gesundheitsminister Werner Schnappauf hat angesichts der aktuellen Masernausbrüche an die Eltern appelliert, ihre Kinder durch zwei Impfungen vollständig vor Masern zu schützen.

Solange nicht mindestens 95 Prozent der Kinder und Jugendlichen nicht wenigstens einmal gegen Masern geimpft sind, müsse mit ähnlichen Ausbrüchen immer wieder gerechnet werden, teilte Schnappauf mit. Nach seinen Angaben sind in Bayern etwa 90 Prozent der eingeschulten Kinder gegen Masern geimpft. Im Jahr 2000 lag die Rate noch bei 87 Prozent.

Der Anteil der Kinder, die auch eine zweite Masernimpfung erhielten habe sich 2003/2004 mit 44 Prozent im Vergleich dem Vorjahr fast verdoppelt, erklärte Schnappauf. Das sei erfreulich, reiche aber noch längst nicht aus.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hüpfen und Einbeinstand halten fit

Hüpfen, Treppensteigen oder auf einem Bein Zähneputzen: Mit bewussten, einfachen Übungen können alte Menschen ihre Beweglichkeit erhöhen und die Sturzgefahr senken. mehr »

Das sind die Gewinner des Galenus-von-Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis, der auch international große Anerkennung findet, wurden erneut Exzellenz in der pharmakologischen Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »

Demenz oder Depressionen?

Benennen ältere Patienten von sich aus kognitive Defizite, sollten Ärzte hellhörig werden: Häufig liegt dann keine Demenz, sondern eine Depression vor. mehr »