Ärzte Zeitung App, 02.12.2014
 

Mitochondrien-DNA

Risiko bei Stammzelltherapien?

HAMBURG. Auch embryonale Stammzellen, die mithilfe des somatischen Zellkerntransfers (SCNT) aus Körperzellen gewonnen wurden, können Abstoßungsreaktionen auslösen, meldet das Uniklinikum Hamburg-Eppendorf. Der Grund dafür sei mitochondriale DNA, die bei diesem Verfahren nicht ausgetauscht wird (Cell Stem Cell 2014; online 20. November).

Bisher sei nicht bedacht worden, ob Unterschiede der mitochondrialen DNA zu einer Abstoßungsreaktion führen können, wird Professor Tobias Deuse, Universitäres Herzzentrum Hamburg, zitiert. "Da aber die mitochondriale DNA beim Menschen eine deutlich höhere Variabilität als bei anderen Organismen hat, sind beim Menschen auch Immunreaktionen zu erwarten." (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gegen Husten taugen Medikamente wenig

Abwarten und Tee trinken, mehr wollen US-Experten gegen erkältungsbedingten Husten nicht empfehlen. Allenfalls etwas Honig bei Kindern halten sie noch für geeignet. mehr »

Erst krebskrank, dann Hypertoniker

Überlebende von Krebserkrankungen in der Kindheit tragen ein erhöhtes Hypertonierisiko: Im Alter von 50 Jahren sind 70 Prozent betroffen. mehr »

Macht das Stadtleben krank?

Stadtluft kann Schizophrenie begünstigen, glauben Wissenschaftler. Ein Chefarzt der Charité fordert deshalb eine Public-Mental-Health-Strategie für urbane Räume. mehr »