Ärzte Zeitung, 10.05.2004

Ropinirol schützt den Schlaf bei unruhigen Beinen

SAN FRANCISCO (jst). Der Dopamin-Agonist Ropinirol verbessert offenbar Qualität und Quantität des Schlafes bei Patienten mit Restless-Leg-Syndrom. In einer Studie, die bei der Jahrestagung der US-amerikanischen Neurologen in San Francisco vorgestellt worden ist, hatten die Patienten, die einmal täglich Ropinirol eingenommen hatten, halb so viele Schlafstörungen wie die Patienten der Placebo-Gruppe. Insgesamt nahmen mehr als 600 Patienten teil. Zudem schliefen die Patienten der Verum-Gruppe im Mittel 42 Minuten länger pro Nach als Patienten, die ein Scheinpräparat erhielten.

Unter Ropinirol-Therapie waren die Patienten während des Tages auch deutlich weniger schläfrig. Wahrscheinlich verringert das Mittel die sensomotorischen Symptome der Erkrankung, die Ursache der Schlafstörungen sind, wie es auf der Tagung hieß.

Der Dopamin-Agonist ist in Deutschland als Requip® zur Behandlung von Patienten mit Morbus Parkinson zugelassen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Intensives Ausdauertraining bremst frühen Parkinson

Sport lohnt sich: Kommen Parkinsonkranke im frühen Stadium regelmäßig ins Schwitzen, bleiben ihre motorischen Fähigkeiten über mindestens ein halbes Jahr hinweg stabil. mehr »

Wo und wann sich Patienten im Krankenhaus wohlfühlen

Die Bertelsmann Stiftung hat untersucht, wo Patienten ihren Klinikaufenthalt am besten bewerten. Dabei fanden die Analysten interessante Zusammenhänge heraus. mehr »

Krebsüberlebende nach Infarkt oft untertherapiert

Patienten mit Herzinfarkt, die eine Krebsdiagnose in ihrer Anamnese stehen haben, erhalten seltener eine leitliniengerechte Therapie. Das wirkt sich auch auf die Mortalität aus. mehr »