Ärzte Zeitung online, 03.02.2009

Zahl traumatisierter deutscher Soldaten in Afghanistan steigt

Berlin (dpa). Die Zahl der Soldaten, die traumatisiert vom Einsatz in Afghanistan zurückkehren, steigt. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer Dienstagsausgabe und beruft sich auf Angaben des Verteidigungsministeriums.

Demnach kehrten 2006 noch 55 Soldaten mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) zurück, 2007 waren es mehr als 130 und im vergangenen Jahr bereits 226. Bisher hatte die Bundeswehr von einem Anteil von etwa einem Prozent gesprochen. In den Streitkräften anderer Länder beträgt dieser Wert vier bis fünf Prozent.

Der Verteidigungsausschuss des Bundestags hat nach Angaben des SPD-Abgeordneten Jörn Thießen bereits einen Antrag angenommen, wonach die Betreuung betroffener Soldaten deutlich verbessert werden soll. Das Parlament will sich in der nächsten Woche damit befassen.

Lesen Sie dazu auch:
Hintergrund: Posttraumatische Belastungsstörungen passen nicht ins Bild vom harten Soldaten

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Rätselhafter Demenz-Rückgang

Eine US-Studie deutet erneut auf eine fallende Demenz-Inzidenz, und zwar besonders in Geburtsjahrgängen ab 1925. Wisssenschaftliche Erklärungen für die Beobachtung fallen schwer. mehr »

Immuntherapie gewinnt an Stellenwert in der MS-Therapie

Die Therapieoptionen bei Multipler Sklerose (MS) haben sich erweitert. Neue Substanzen werden daher auch in die aktualisierten Leitlinien Einzug halten. mehr »

Polarisierung – Chance für das Parlament

Gesundheitspolitik in Zeiten der großen Koalition – das stand für die fehlende Konkurrenz der Ideen. Der Souverän hat die Polarisierung gewollt. Das ist eine Chance für die Demokratie. mehr »