Ärzte Zeitung, 22.04.2004

Kampagne prangert sexuelle Gewalt gegen Kinder an

Schauspieler fordern Bundesbürger zum Handeln auf

Schauspieler wie Kai Wiesinger und Hannelore Hoger fordern auf Plakaten, Kinder vor sexueller Gewalt zu schützen.

NEU-ISENBURG (Smi). "Hinsehen. Handeln. Helfen!" Unter diesem Motto informiert eine bundesweite Präventionskampagne derzeit über sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche, über Anlaufstellen und Hilfsangebote für Kinder und deren Eltern. Schauspieler wie Kai Wiesinger, Hannelore Hoger und Götz George unterstützen die Aktion.

Eröffnet wurde die bundesweite Kampagne jetzt in Berlin von Bundesfamilienministerin Renate Schmidt, deren Ministerium zusammen mit Beratungseinrichtungen für die Konzeption verantwortlich zeichnen. Bis Juni wird ein Kampagnenbus durch 18 deutsche Städte touren.

Per Service-Telefon und Internetangebot sollen möglichst viele Menschen erreicht werden. Auf der entsprechenden Homepage gibt es unter anderem eine umfassende Datenbank mit regionalen Beratungseinrichtungen. Plakate und TV-Spots weisen auf die Kampagne hin.

Laut polizeilicher Kriminalstatistik werden jährlich etwa 20 000 Kinder in Deutschland Opfer sexueller Gewalt. Die Bundesregierung will den strafrechtlichen Schutz von Kindern und Jugendlichen weiterentwickeln, Prävention und Opferschutz stärken und auch die internationale Strafverfolgung verbessern.

Eine Verschärfung des Sexualstrafrechts ist zum 1. April dieses Jahres in Kraft getreten. Eine Stärkung des Schutzes kindlicher Opferzeugen wurde durch das im März vom Bundestag beschlossene Opferrechtsreformgesetz umgesetzt.

Service-Telefon zur Kampagne: 0180-190 70 50. Weitere Infos im Internet unter www.hinsehen-handeln-helfen.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

"Mehr Geld für Kranke, weniger für Gesunde"

15:47Die Verteilungsregeln für den Finanzausgleich zwischen den Krankenkassen sollen deutlich verändert werden. Das hat ein Expertenkreis beim Bundesversicherungsamt jetzt vorgeschlagen. Die Meinung der Kassen ist geteilt. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »