Ärzte Zeitung, 09.12.2004

Die "Ärzte Zeitung" hat fünf Thesen zu dicken Kindern unter die Lupe genommen. Was stimmt wirklich?

THESE 1

Es gibt immer mehr dicke Kinder

Es fehlen zwar bundesweite Zahlen aber regionale Daten, etwa aus Schuleingangsuntersuchungen verdeutlichen recht einheitlich, daß in den vergangenen Jahren die Zahl dicker, vor allem extrem dicker Kinder zugenommen hat.

Was stimmt wirklich?


These 2:
Immer mehr dicke Kinder haben Arthrose


These 3:
Typ-2-Diabetes bei Kindern nimmt zu


These 4:
Dicke Kinder gefährden ihr Herz


These 5:
Sofa statt Ball - Kinder werden schlapper

In Bayern hatten nach einer Studie der Uni München 1982 8,5 Prozent der Schulanfänger Übergewicht, 1,3 Prozent waren adipös. Im Jahr 2000 waren bereits 11,6 der Erstkläßler zu dick und 3,2 Prozent adipös.

Problematisch sind allerdings die schwankenden Angaben zur konkreten Zahl übergewichtiger und adipöser Kinder: Nach manchen Untersuchungen sind zehn Prozent der Kinder zu dick, nach anderen 30. Ursache: Die Meßkriterien in vielen Studien sind uneinheitlich.

Einen Gesamtüberblick über den Gesundheitszustand von Kindern in Deutschland soll nun der Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KIGGS) liefern. In dieser bereits angelaufenen Studie werden im Verlauf von drei Jahren in jedem Altersjahrgang von 0 bis 18 Jahren etwa 1000 Kinder in eigens dafür eingerichteten Studienzentren untersucht. Schon jetzt findet sich im KIGGS der Trend des wachsenden Anteils übergewichtiger Kinder und Jugendlicher bestätigt.

Und: Es scheint sich ein weiteres Ergebnis aus anderen Untersuchungen zu bestätigen, nämlich, daß vor allem Kinder aus sozial schwachen Familien und Migrantenkinder oft Gewichtsprobleme haben.

Lesen Sie dazu auch:
Deutschland, ein Land voll schlapper, dicker Kinder?

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