Ärzte Zeitung, 07.03.2005

Tödliche Gefahr - Hirnforscher warnt vor Fernsehkonsum

Starker Fernsehkonsum als Kind kann nach Ansicht eines Hirnforschers zu Krankheit und vorzeitigem Tod führen. Ab 2020 werde es zusätzlich 40 000 Tote jährlich als Spätfolge früher TV-Leidenschaft geben, sagte Professor Manfred Spitzer dem "Focus" laut einem am Samstag veröffentlichten Vorabbericht.

Die höhere Sterblichkeit sei die Folge von Übergewicht durch Bewegungsmangel und zusätzlichem Essen vor dem Bildschirm. Außerdem verführten rauchende TV-Helden Jugendliche zum Nikotinkonsum. Hinzu kämen "einige hundert Morde jährlich" durch die brutalisierende Wirkung von Gewaltdarstellungen. Spitzer, der die Uni-Klinik für Psychiatrie in Ulm leitet, verwies auf Studien, die diese Zusammenhänge belegten. (ddp)

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