Ärzte Zeitung, 20.05.2008

Ärzte engagieren sich für besseren Kinderschutz

KASSEL (dpa). Um Kindesmisshandlungen rechtzeitig zu erkennen und betroffene Kinder richtig zu behandeln, gründeten Ärzte am vergangenen Samstag in Kassel die "Arbeitsgemeinschaft Kinderschutz in der Medizin". Ihr können Ärzte und andere Fachleute beitreten.

Die Organisation ist nach Angaben der Initiatoren bundesweit die erste ihrer Art und will vor allem Standards formulieren, die Ärzte beim Umgang mit misshandelten Kindern helfen. Darüber hinaus möchte die Arbeitsgemeinschaft die Gründung von Kinderschutzgruppen in deutschen Krankenhäusern vorantreiben.

Dabei handelt es sich um kleine Gruppen, in denen sich Ärzte unterschiedlicher Disziplinen gemeinsam um einen Verdachtsfall kümmern. An den etwa 330 deutschen Kinderkliniken gibt es nach Auskunft des Oberarztes der Kinderklinik am Kasseler Klinikum, Dr. Bernd Herrmann, bislang nur zehn bis elf solcher Gruppen.

An der Gründungsveranstaltung der Arbeitsgemeinschaft haben sowohl Kinderärzte, Chirurgen als auch Psychiater teilgenommen.

Infos zum Engagement von Ärzten gegen Kindesmisshandlung bietet die Webseite des Kasseler Klinikums: www.kindesmisshandlung.de

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Ausreichend Folsäure schützt Hypertoniker vor Schlaganfall

Bestimmte Hypertoniker sollten auf eine gute Folsäureversorgung achten. Dadurch können sie ihr Schlaganfallrisiko deutlich senken. mehr »

Feinsinnige Geister und Antisemiten

Ein neues Buch beleuchtet die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin während des Nationalsozialismus. Am Fallbeispiel Emil von Bergmann erkennen Leser, wie zwiegespalten die DGIM-Mitglieder waren. mehr »

Saunieren schützt vor Schlaganfall

Möglicherweise beugt häufiges Saunieren Hirninfarkten vor. In einer finnischen Studie war die Schlaganfallrate bei Saunafans um 60 Prozent reduziert - dafür mussten Saunagänger aber einen Faktor beherzigen. mehr »