Ärzte Zeitung, 18.10.2011

DAK-Gesundheit: Schluss mit Zusatzbeitrag

HAMBURG (dpa/sun). Die fusionierte DAK-Gesundheit verzichtet ab April 2012 auf den Zusatzbeitrag von acht Euro im Monat. Das teilte die DAK am Dienstag mit.

DAK-Gesundheit: Schluss mit Zusatzbeitrag

Die DAK-Zentrale in Hamburg: Laut DAK-Chef Herbert Rebscher hat die Krankenkasse 2011 einen Haushalt mit einem Überschuss von 300 Millionen Euro.

© Angelika Warmuth / dpa

Hintergrund ist der Zusammenschluss der DAK und der BKK Gesundheit zum 1. Januar. Die Abschaffung des Zusatzbeitrags werde möglich, weil die Fusion wirtschaftliche Vorteile bringe.

"Wir haben 2011 einen Haushalt mit einem Überschuss von mehr als 300 Millionen Euro", sagte DAK-Chef Herbert Rebscher der "Ärzte Zeitung" am Dienstag.

Zudem zeige der Sparkurs der vergangenen Jahre, wie etwa bei den Verwaltungskosten, "jetzt seine Wirkung", so Rebscher.

Fusionsbedingte Abwanderung soll vermieden werden

Darüber hinaus würde der Fusionspartner BKK Gesundheit auch eigentlich ein positives Betriebsergebnis erwirtschaften. "Das ist nur deshalb nicht der Fall, weil sie die Rettungsmaßnahmen im BKK-System, wie die Schließungskosten der City BKK, mitträgt", so der DAK-Vorstandsvorsitzende.

Die Ankündigung, künftig ohne Zusatzbeitrag auskommen zu wollen, könne dazu beitragen, "um fusionsbedingte Abwanderungen der Versicherten zu vermeiden", sagte Rebscher.

5,1 Millionen Mitglieder und 6,6 Millionen Versicherte

Die DAK-Gesundheit wird 5,1 Millionen Mitglieder und rund 6,6 Millionen Versicherte haben. Der Haushalt soll rund 20 Milliarden Euro betragen. Sitz der fusionierten Kasse soll Hamburg sein. Sie unterhält bundesweit 850 Servicezentren.

Zusatzbeiträge müssen derzeit mehr als zehn Millionen GKV-Mitglieder zahlen.

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[19.10.2011, 15:59:18]
Karl-Georg Vaith 
Na also, geht doch.............
Bei einem Überschuß von 300 Mio Euro in 2011, ist es doch nur vorteilhaft, daß eine Krankenkasse für ihre Versicherten auch positiv entscheiden kann.
Immerhin ist Herr Rebscher einer der bestbezahlten Krankenkassenchefs !

Also es geht doch, wenn man die Abwanderung von Mitgliedern dadurch vermeiden kann.
Interessant wäre auch die Einsparung bei den Verwaltungskosten. Hat man hier Personal eingespart oder die Gehälter des Managements reduziert.
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