Ärzte Zeitung online, 30.07.2013
 

Leitartikel zu Frühen Hilfen

Familienhebammen in Problemfamilien - das wirkt!

Jede Woche sterben in Deutschland im Schnitt drei Kinder, weil sie misshandelt oder vernachlässigt werden. Familienhebammen unterstützen sozial-belastete Familien vor und nach der Geburt. So kann die Entwicklung des Kindes verbessert werden, zeigt eine Studie.

Familienhebammen in Problemfamilien - das wirkt!

Der Hausbesuch der Hebamme gewinnt immer mehr an Bedeutung.

© Klaus Rose

Von Ingeborg Bördlein

Kevin und Lea-Sophie. Diese beiden Namen stehen für Kinder, die von ihren Eltern vernachlässigt und schwer misshandelt wurden und die Torturen nicht überlebten. Auf dem vergangenen Kinder- und Jugendärztetag in Berlin wurde das Schreckliche in Zahlen gefasst: Jede Woche kommen in Deutschland durchschnittlich drei Kinder durch Gewalt oder Vernachlässigung ums Leben.

Im Jahre 2011 waren es 146 Kinder unter 14 Jahren. Betroffen sind vor allen Säuglinge und Kleinkinder. 74 Kinder kamen im "sozialen Nahbereich" - so nennt es die Statistik - zu Tode.

Die Zahl der körperlich misshandelten Kinder mit Todesfolge geht laut Polizeistatistiken zwar zurück, doch die Dunkelziffer ist hoch, verlässliche Daten über Vernachlässigung und Misshandlung im familiären Bereich gibt es nicht.

Jenen Kindern, die in belastete Familien hineingeboren werden, Gewalterfahrungen machen und Vernachlässigungen erleben müssen drohen für ihr ganzes späteres Leben nachteilige Auswirkungen auf ihre körperliche und seelische Gesundheit, ihren schulischen und beruflichen Erfolg und ihr soziales Leben.

Doch es gibt Schutzfaktoren für die betroffenen Kinder...

Jetzt gleich lesen ...Jetzt gleich lesen ...

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Frauen schuld an "Männergrippe"?

Jammernde Männer mit Erkältung sind keine Weicheier, sie leiden tatsächlich stärker. Das liegt wohl am Testosteron. Und an Frauen, die testosterontriefende Männer bevorzugen. mehr »

Stammzellgesetz – Bremse für Forscher?

2002 gab es um die Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen eine hochemotionale Debatte. Heute ist der Pionier von ehedem mit dem Stand seiner Arbeit zufrieden. Doch nicht nur er fürchtet durch das Stammzellgesetz Nachteile für Forscher in Deutschland. mehr »

Ebola-Überlebende auch 40 Jahre später noch immun

Eine Forscherin machte sich auf die Suche nach den Überlebenden des ersten Ebola-Ausbruchs – und verspricht sich davon wichtige Erkenntnisse. mehr »