Ärzte Zeitung, 17.08.2017

Schwule und Lesben

Adoption ohne Ideologie

Ein Kommentar von Marco Mrusek

Gleichgeschlechtliche Paare können nach der Bundestagsentscheidung für die "Ehe für alle" künftig gemeinsam Kinder adoptieren. Bisher war dies nur einem Elternteil gestattet.

Argumente dafür hat jetzt erneut eine Studie US-amerikanischer Forscher bestätigt. Denn es stimmt nicht, wie nach der Abstimmung im Parlament vom Rand hereingerufen wurde, dass ein Fehlen des männlichen oder des weiblichen Elternteils der Kindesentwicklung im Wege stünde.

Ganz im Gegenteil, haben Wissenschaftler wieder und wieder belegt.

Wenn überhaupt, dann ist ein Risikofaktor für die Entwicklung von Kindern homosexueller Eltern die Erfahrung von Diskriminierung durch Gleichaltrige – darauf weist das Deutsche Jugendinstitut hin.

Es stünde uns also gut an, die gemeinsame Adoption von gleichgeschlechtlichen Paaren ohne ideologische Scheuklappen zu betrachten und zwei Vätern oder Müttern die gleichen Chancen in der Erziehung einzuräumen wie Vater und Mutter.

Lesen Sie dazu auch:
Geschlechtsidentität: Homosexuelle Eltern? Das lässt Kinder kalt

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Schwere Grippewelle hat Deutschland im Griff

Die aktuelle Grippewelle tobt und beschert Praxen und Kliniken einen regen Zulauf. Das RKI hat Tipps, worauf Ärzte jetzt achten sollten. mehr »

Bodyguard lässt sich von Steuer absetzen

211.000 Euro hatte eine Frau für einen Bodyguard steuerlich abgesetzt - zu Recht, entschied jetzt ein Gericht. Eine Rentnerin aus NRW schützt sich so steuersparend vor einer falschen Ärztin. mehr »

Die Ängste der Akademiker

Albtraum Studium? Jeder sechste Studierende leidet nach Angaben der Barmer unter einer psychischen Störung. Tendenz steigend. mehr »