Ärzte Zeitung, 03.05.2005

Akupunktur ist mehr als Placebo-Effekt

LONDON (ddp.vwd). Akupunktur hat eine meßbare Wirkung auf das Gehirn, die über den Placebo-Effekt hinausgeht: Britische Forscher haben mit der Positronen-Emissions- Tomographie (PET) nachgewiesen, daß die Behandlung mit echten Akupunkturnadeln mehr Hirnbereiche aktiviert als die Behandlung mit Nadeln, die nur scheinbar die Haut durchdringen.

Damit sei ein echter physiologischer Effekt der Therapie nachgewiesen, kommentieren Jérémie Pariente vom University-College in London und seine Kollegen. Der größte Anteil der schmerzlindernden Wirkung einer Akupunkturbehandlung läßt sich nach den Ergebnissen der Forscher jedoch auf die Erwartungen der Patienten zurückführen (Nature, Online).

Für die Placebo-Gruppe in der Studie verwendeten die Forscher in ihrer Studie Nadeln, die die Haut nur scheinbar durchdringen. Diese Placebo-Nadeln wirken für den Patienten völlig echt, schieben sich jedoch beim Aufsetzen auf die Haut in ihren Griff zurück.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

"Telemedizin ist für uns Landärzte die Zukunft"

Geringes Honorar, hoher Aufwand und auf bestimmte Diagnosen begrenzt – trotzdem setzen einige Ärzte auf die Videosprechstunde. Und das aus vielerlei Gründen. mehr »

Kein Darmkrebs-Screening ab 45 Jahren

Der GBA lehnt die Senkung der Altersgrenzen beim Darmkrebs-Screening ab. Dagegen soll das organisierte Einladungsverfahren zur Früherkennung ab Juli 2019 starten. mehr »

Was 100-Jährige von anderen unterscheidet

100-Jährige sind oft weniger krank als die Jüngeren. Worauf es ankommt, haben Forscher anhand von Daten von AOK-Versicherten herausgefunden. mehr »