Ärzte Zeitung, 19.01.2004

Klon-Baby eingepflanzt?

Wissenschaftler legte bislang keine Beweise vor

LONDON (dpa). Der umstrittene US-Reproduktionsmediziner Professor Panayiotis Zavos hat nach eigenen Angaben einer 35 Jahre alten Leihmutter einen von ihm geklonten menschlichen Embryo eingepflanzt. Die Frau habe eine 30prozentige Chance, das Baby in einer normalen Schwangerschaft auszutragen, sagte Zavos am Samstag in London.

Der Embryo sei aus den Hautzellen ihres Mannes gewonnen worden. Die Einpflanzung habe in einem Land außerhalb Europas und den USA stattgefunden, sagte Zavos. Er legte keinerlei empirische Beweise für den Eingriff vor und sagte lediglich: "Ich kann noch keine Schwangerschaft ankündigen. Warten Sie zwei bis drei Wochen."

Topics
Schlagworte
Gentechnik (2115)
Krankheiten
Schwangerschaftsprobleme (2456)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Abwarten schlägt Op

Zumindest in den ersten sechs Jahren nach Diagnose haben Männer mit lokalisiertem Prostata-Ca eine bessere Lebensqualität, wenn sie sich nicht unters Messer legen. mehr »

No deal-Brexit? Dieses Szenario lässt NHS-Angestellte schaudern

Je mehr Zeit in ergebnislosen Verhandlungen verrinnt, desto nervöser werden Beschäftigte vor allem im Gesundheitswesen. Ein Brexit ohne Vertrag mit der EU? Im NHS fürchtet man in diesem Fall ein Desaster. mehr »

Der reine Telearzt kommt

Fernbehandlung ohne Erstkontakt in der Praxis? Im Ländle wird dieses Modell jetzt erstmals getestet. Die Kammer dort hat gerade das erste Projekt genehmigt. mehr »