Ärzte Zeitung, 20.02.2004

Vorerst keine EU-Förderung für Stammzellstudien

BRÜSSEL (fst). EU-Forschungskommissar Philippe Busquin hat am Mittwoch mitgeteilt, daß er vorläufig keine Forschungsprojekte mit humanen embryonalen Stammzellen unterstützen will.

Erst solle der Ministerrat, in dem die 15 Fachminister vertreten sind, diese Frage entscheiden. Bei dieser Mitteilung an die Kommission habe es sich um einen internen Vermerk gehandelt, berichtete der EU-Parlamentarier Dr. Peter Liese.

Der Streit um die Forschungsförderung geht damit in eine neue Runde. Im vergangenen Dezember konnte sich der Ministerrat über diesen strittigen Punkt nicht einigen und vertagte die Entscheidung. Busquin gilt als vehementer Befürworter der Stammzellforschung.

Er hatte angekündigt, trotz der ausstehenden Grundsatzentscheidung bereits Forschungsprojekte zu unterstützen. Die neue Kehrtwende Busquins wurde von Liese, der der konservativen EVP-Fraktion angehört, als "Schritt in die richtige Richtung" begrüßt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hüpfen und Einbeinstand halten fit

Hüpfen, Treppensteigen oder auf einem Bein Zähneputzen: Mit bewussten, einfachen Übungen können alte Menschen ihre Beweglichkeit erhöhen und die Sturzgefahr senken. mehr »

Das sind die Gewinner des Galenus-von-Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis, der auch international große Anerkennung findet, wurden erneut Exzellenz in der pharmakologischen Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »

Demenz oder Depressionen?

Benennen ältere Patienten von sich aus kognitive Defizite, sollten Ärzte hellhörig werden: Häufig liegt dann keine Demenz, sondern eine Depression vor. mehr »