Ärzte Zeitung, 30.07.2004

Stammzellen überleben im Rattenhirn

LONDON (ddp). Fötale Hirnstammzellen können nach einem Schlaganfall zum verletzten Gewebe wandern und dort zerstörte Nervenzellen ersetzen. Das haben US-amerikanische Forscher entdeckt, indem sie Ratten menschliche Stammzellen ins Gehirn implantierten.

Damit ist nach Angaben der Wissenschaftler um Professor Gary Steinberg von der Stanford-Universität in Kalifornien ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Stammzelltherapie nach Schlaganfällen gelungen. Sie spritzten den Ratten die Stammzellen nicht direkt in das Infarktgewebe, sondern in benachbartes gesundes Hirngewebe.

Einen Monat später waren die meisten dieser Zellen immer noch am Leben und hatten begonnen, in Richtung der Verletzung zu wandern. Die Forscher haben ihre Studie in der Fachzeitschrift PNAS (Online-Ausgabe) veröffentlicht.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Würden Ärzte Gröhe wählen?

In einer großen Umfrage fragten wir Ärzte: "Wenn der Bundesgesundheitsminister direkt vom Volk gewählt werden könnte, wen würden Sie wählen?" Lesen Sie hier die Antwort. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »