Ärzte Zeitung, 10.05.2005

Viel Katalase verlängert Leben

Mäuse mit viel Antioxidantien leben 20 Prozent länger

SEATTLE (mut). Mit Antioxidantien läßt sich tatsächlich das Leben verlängern - was viele Experten seit langem vermuten, konnte jetzt im Tierversuch belegt werden. Allerdings ist das Verfahren nicht auf Menschen übertragbar.

Schon lange wird vermutet, daß Vitamine und Enzyme, die zellschädigende freie Radikale einfangen, den Alterungsprozeß verzögern können - so sind viele solcher Substanzen in Anti-Ageing-Produkten enthalten.

US-Forscher züchteten jetzt genmanipulierte Mäuse, die in ihren Mitochondrien übermäßig viel des Radikalfängers Katalase produzieren. Solche Mäuse leben im Median fünf Monate (etwa 20 Prozent) länger als nicht-manipulierte Artgenossen (Science online).

Katalase schützt vor Sauerstoff-Radikalen, die bei der Zellatmung entstehen. Allerdings würde es Menschen wenig nützen, Katalase zu essen oder zu injizieren - das Enzym läßt sich von außen nicht in die Mitochondrien einschleusen.

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