Ärzte Zeitung, 22.06.2005

Forscher züchten Eizellen aus Stammzellen

KOPENHAGEN (ple). Australische Forscher haben einen neuen Weg gefunden, aus embryonalen Stammzellen Ovarial-ähnliches Gewebe zu züchten. Die Forscher haben auch Hinweise dafür, daß sich darin Eizellen befinden. Diese könnten, so die Hoffnung der Forscher, eines Tages unfruchtbaren Frauen nutzen.

Die Technik hat Dr. Orly Lacham-Kaplan aus Melbourne jetzt bei der Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin und Embryologie in Kopenhagen vorgestellt.

Lacham-Kaplan verwendete dazu Maus-Embryonen im Frühstadium wenige Tage nach der Befruchtung. In vitro züchtete sie dieses als Embryoid-Körper bezeichnete Gewebe. Dazu verwendete sie Wachstumsflüssigkeit, das Wachstums-Faktoren aus Hodenzellen enthielt.

Nach sieben Tagen hatte sich aus dem Embryoid-Körper Follikel-haltiges Gewebe entwickelt. Zudem hat Lacham-Kaplan genetische Hinweise dafür entdeckt, daß das neue Gewebe Eizellen enthielt, obwohl die Ausgangsstammzellen männlich waren.

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