Ärzte Zeitung, 19.07.2005

Wirkstoff gegen Muskeldystrophie bei Tieren geprüft

LONDON (ddp.vwd). Eine neue Substanz könnte in Zukunft helfen, einem Herzversagen bei Duchenne-Muskeldystrophie vorzubeugen.

Der mit dem Namen Poloxamer 188 bezeichnete Wirkstoff stärkt die Muskelzellen des Herzens und verringert damit die Wahrscheinlichkeit, daß sie unter Belastung sterben. Vielversprechenden Ergebnisse aus Tier-Versuchen stellen US-amerikanische Forscher jetzt in der Online-Ausgabe der Zeitschrift "Nature" vor.

Die Forscher um Dr. Joseph Metzger aus Ann Arbor erzeugten Mäuse mit einem ähnlichen Gendefekt wie bei Duchenne-Muskeldystrophie. Muskelzellen solcher Mäusen reißen bei Dehnung leichter und entspannen sich nach einer Kontraktion schlechter.

Werden die Muskelzellen in Poloxamer 188 gebadet, überstehen sie eine 20prozentige Dehnung ohne Schaden. In weiteren Versuchen verabreichten die Forscher den Mäusen die Substanz per Infusion. Dies führte dazu, daß die Muskelzellen elastisch blieben, die Herzkammern nicht schrumpften und die Tiere die gleiche Menge Blut wie gesunde Mäusen weiterpumpen konnten.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

"Telemedizin ist für uns Landärzte die Zukunft"

Geringes Honorar, hoher Aufwand und auf bestimmte Diagnosen begrenzt – trotzdem setzen einige Ärzte auf die Videosprechstunde. Und das aus vielerlei Gründen. mehr »

Was 100-Jährige von anderen unterscheidet

100-Jährige sind oft weniger krank als die Jüngeren. Worauf es ankommt, haben Forscher anhand von Daten von AOK-Versicherten herausgefunden. mehr »

Strategie zur Künstlichen Intelligenz gefasst

Die Bundesregierung will Deutschland fit für die Künstliche Intelligenz machen. Dazu hat das Kabinett jetzt Eckpunkte einer Strategie beschlossen. Gesundheit ist ein zentrales Thema. mehr »