Ärzte Zeitung, 26.04.2006

Gentest wird Antikoagulation sicherer machen

MANNHEIM (Rö). Eine neue Gendiagnostik macht die blutverdünnende Therapie sicherer. Die Arbeitsgruppe von Professor Johannes Oldenburg vom Universitätsklinikum Bonn hat den Angriffspunkt für Cumarine aufgeklärt.

Es ist ein kleines Molekül mit dem Namen VKORC1, wurde beim Kardiologenkongreß berichtet. Dieses Molekül hat eine zentrale Bedeutung bei der Blutgerinnung. Die Cumarine inaktivieren das Molekül und damit die Blutgerinnung.

Oldenburgs Arbeitsgruppe hat herausgefunden, daß das Gen, das für den Bauplan des Moleküls kodiert, in zwei Varianten vorkommt. Patienten mit der normalen Variante brauchen 21 Tabletten eines Cumarin-Derivates pro Woche, die mit der schwachen Variante 10 Tabletten. Bei Patienten mit der schwachen Variante ist die Einstellung schwieriger, und sie haben ein höheres Blutungsrisiko.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Stress in der Arbeit, Demenz als Rentner?

Wer sich im Berufsleben sehr gestresst fühlt, baut als Rentner schneller geistig ab. Liegt das tatsächlich an den Arbeitsbedingungen? Forscher sind dieser Frage jetzt nachgegangen. mehr »

Weg mit dem Heilpraktikerberuf!

Die Abschaffung des Heilpraktikerberufes steht im Fokus eines aktuell publizierten Memorandums. Aufgestellt hat die Forderung der neu gegründete "Münsteraner Kreis" um die Medizinethikerin Prof. Bettina Schöne-Seifert. mehr »

Klinikärzte mahnen Diabetes-Screening an

Patienten mit Diabetes müssen länger im Krankenhaus bleiben und haben ein erhöhtes Risiko für Komplikationen. Tübinger Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass ein Diabetes-Screening für über 50-Jährige sinnvoll ist. mehr »