Ärzte Zeitung, 07.05.2007

Umfrage zu Klonversuchen mit Kuh-Eizellen

LONDON (ple). In Großbritannien hat eine Aktion begonnen, in der die Einstellung der Bevölkerung zur Herstellung humaner embryonaler Stammzellen durch Klonen erfragt werden soll. Zum Klonen sollen unter anderen Eizellen von Kühen verwendet werden. Wie berichtet sind bereits zwei Forschungsanträge dazu eingereicht, aber noch nicht bewilligt worden.

Beim Klonen wird das genetische Material aus dem Zellkern eines Erwachsenen in eine zuvor entkernte Eizelle verpflanzt und die so entstandene Zelle zur Entwicklung angestoßen. Im Stadium der Blastozyste nach wenigen Tagen der Embryonalentwicklung lassen sich daraus embryonale Stammzellen isolieren.

In Großbritannien ist nach zwei Anträgen von Forschergruppen, die statt menschlicher Eizellen die Oozyten von Kühen zum Klonen verwenden wollen, ein Streit darüber entbrannt, ob Forschung ethisch vertretbar ist, bei der Embryonen mit gemischtem genetischem Material, so genannte zytoplasmatische Hybride, entstehen.

Die Umfrage, die von der Behörde HFEA (Human Fertilization and Embryology Authority) initiiert wurde und organisiert wird, wird noch bis zum 20. Juli dauern. Nach der Auswertung der Antworten will die Behörde noch im September darüber entscheiden, ob eine solche Forschung grundsätzlich erlaubt werden soll.

Infos zur Umfrage und zu Hybriden unter www.hfea.gov.uk/hybrids

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Wirklich nur ein Zellhaufen?

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