Ärzte Zeitung, 30.05.2007

Stammzellen als Insulinquelle

Nabelschnurblut-Zellen in Pankreaszellen verwandelt

GALVESTON (ple). Nabelschnurblut enthält offenbar Stammzellen, die sich in der Kulturschale in Insulin-produzierende Zellen verwandeln lassen. Die Umwandlung der Zellen ist jetzt erstmals US-Wissenschaftlern um Dr. Larry Denner vom Stark- Diabetes-Zentrum in Galveston in Texas gelungen (Cell Prolif 40, 2007, 367). Die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut hatten die Wissenschaftler von Neugeborenen isoliert, die durch einen Kaiserschnitt zur Welt kamen.

Wie die Forscher berichten, haben sie die Entwicklung der Stammzellen zu Insulin-produzierenden Zellen dadurch erreicht, dass sie in die Nährlösung für die Stammzellen Zytokine und Thrombopoietin gaben. Die Zellen entwickelten sich durch die Nährstoffe zu Pankreas-ähnlichen Zellen. Dass die Zellen C-Peptid bildeten - es entsteht mit Insulin nach Spaltung des Proinsulins -, sei Beleg dafür, so die Forscher, dass das Insulin neu gebildet wurde und nicht aus der Nährlösung stammte.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Abwarten schlägt Op

Zumindest in den ersten sechs Jahren nach Diagnose haben Männer mit lokalisiertem Prostata-Ca eine bessere Lebensqualität, wenn sie sich nicht unters Messer legen. mehr »

No deal-Brexit? Dieses Szenario lässt NHS-Angestellte schaudern

Je mehr Zeit in ergebnislosen Verhandlungen verrinnt, desto nervöser werden Beschäftigte vor allem im Gesundheitswesen. Ein Brexit ohne Vertrag mit der EU? Im NHS fürchtet man in diesem Fall ein Desaster. mehr »

Der reine Telearzt kommt

Fernbehandlung ohne Erstkontakt in der Praxis? Im Ländle wird dieses Modell jetzt erstmals getestet. Die Kammer dort hat gerade das erste Projekt genehmigt. mehr »