Ärzte Zeitung online, 09.09.2009

Mais-Saatgut teils gentechnisch verunreinigt

MAINZ/HAMBURG (dpa). In 22 von 386 untersuchten Mais-Saatgutproben in Deutschland fanden sich dieses Jahr Spuren von eigentlich verbotenem genverändertem Mais. Das geht aus Recherchen der Organisationen Bioland und Greenpeace hervor.

Wie die Organisationen am Mittwoch in Mainz und Hamburg mitteilten, lag der Gentechnik-Anteil in allen Fällen jeweils unter 0,1 Prozent. Die Organisationen fordern die hundertprozentige Reinheit des Saatgutes.

In elf Proben waren Spuren des Genmaises Mon810 gefunden worden, dessen Anbau zwar in der EU prinzipiell erlaubt, seit diesem Jahr in Deutschland aber verboten ist. In elf Proben gab es Rückstände von anderen Genmais-Sorten, die in der EU nicht zugelassen sind. In einigen Fällen wurde das verunreinigte Saatgut auch ausgesät.

Bioland und Greenpeace forderten die Bundesländer auf, durch strengere Kontrollen eine Verunreinigung des Saatgutes zu verhindern und bei Verstößen dafür zu sorgen, dass die Pflanzen sofort vernichtet würden.

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