Ärzte Zeitung, 24.08.2005

Bessere Mikrozirkulation mit Homöopathikum

Durchfluß-Rate bei Patienten mit Schwindel bestimmt

BADEN-BADEN (hbr). Vertigoheel® beeinflußt bei Patienten mit vestibulärem Schwindel die Mikrozirkulation: Blutfluß und Sauerstoffversorgung werden besser. Belege dafür liefert eine Studie.

Das Präparat wirke gut bei Schwindel, auch bei atherosklerotisch bedingtem Schwindel, der auf Durchblutungsstörungen beruht. Da sei es naheliegend gewesen, zu schauen, ob es die Mikrozirkulation der Gefäße beeinflusse, sagte Dr. Detlev Köhnke vom Unternehmen Heel bei einem Symposium in Baden-Baden.

An der Studie nahmen 32 Patienten mit mildem vestibulärem Schwindel teil. Sie wurden drei Monate lang physiotherapeutisch behandelt. 16 Patienten erhielten außerdem zweimal täglich zwei Tabletten des homöopathischen Präparates. In der Haut von Unterarm und Ohr wurden Kontraktilität und Durchflußrate zur Bewertung der Mikrozirkulation gemessen.

Die Ergebnisse der Gruppen unterschieden sich signifikant: Bei den mit dem homöopathischen Präparat behandelten Patienten besserte sich die Kontraktilität der Gefäße in den Meßbereichen um 7,5 und 7,7 Prozent, in der Kontrollgruppe sank sie leicht.

Die Zahl der von Blutzellen durchströmten Knotenpunkte stieg in der Verumgruppe, blieb aber in der Kontrollgruppe unverändert. Knotenpunkte sind mikrovaskuläre Verzweigungen, die nicht immer alle durchströmt werden, so Köhnke. In beiden Meßbereichen weist eine Erhöhung auf eine verbesserte Durchblutung hin.

Auch die Durchflußrate an Erythrozyten und der Sauerstoffpartialdruck nahmen bei den Verumpatienten zu, aber nicht bei denen der Kontrollgruppe. Die Unterschiede waren nach vier Wochen erkennbar und verstärkten sich weiter. "Wir bekommen also einen beschleunigten Blutfluß, eine erleichterte Zirkulation und die Sauerstoffversorgung wird besser", so Köhnke.

Die Wirksamkeit des Präparates wurde in einer Metaanalyse von vier Studien geprüft. Sie umfaßt Daten von 1388 Patienten mit Schwindel verschiedener Ursache, die sechs bis acht Wochen behandelt wurden. Die Vergleichsgruppen erhielten Betahistin, Dimenhydrinat oder ein Ginkgopräparat.

Das Ergebnis: In der Abnahme von Zahl und Stärke der Schwindelattacken schnitt das Homöopathikum ebenso gut, in der Reduktion der Anfallsdauer sogar etwas besser als die Vergleichstherapien.

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