Ärzte Zeitung, 05.02.2007

WIRKSTOFFE IN DER HOMÖOPATHIE

Arnica montana, Bergwohlverleih

Die gelb blühende Arnika wird als ganze Pflanze für homöopathische Zubereitungen genommen. Foto: DHU

Arnica montana, Bergwohlverleih genannt, gehört zu den Korbblütlern. Die Hauptinhaltsstoffe, die arzneilich wirksam sind, sind Sesquiterpenlactone. Sie wirken lokal entzündungshemmend, Schmerz stillend und antimikrobiell. Kontaktdermatiden kommen bei lokaler Anwendung vor. Unverdünnt verursacht Arnikatinktur eine toxische Dermatitis. Genutzt wird Arnica bei Verstauchungen, Prellungen oder Blutergüssen.

Leitsymptome: Auch in der klassischen Homöopathie ist Arnika ein wichtiges Mittel bei Verletzungen. Es wird genutzt bei Traumata aller Art, physischen oder psychischen und ihren Folgen. Genutzt wird es bei Neigung zu blauen Flecken oder Nasenbluten; wenn sich die Muskeln wund anfühlen und schmerzhaft sind. Es gilt auch als Prophylaxe gegen Eiter.

  • Furcht, Panikattacken, Angst vor Berührung und Schlägen, Agoraphobie; Gefühl der Nutzlosigkeit, der Minderwertigkeit.
  • Das Gehirn fühlt sich müde und brennend an; chronischer Schwindel. Schmerzen in der Schläfe, als ob ein Nagel hinein geschlagen würde.
  • Arme und Beine schmerzen, Gefühl, als sei man völlig zerschlagen. Beim Zugreifen sind die Hände kraftlos, aber auch Fingerkrämpfe, zum Beispiel beim Schreiben. Beim Stehen knicken die Knie plötzlich ein. Beim Hinlegen wird jede Unterlage als zu hart empfunden.
  • Heiserkeit, Hustenanfälle, auch im Schlaf.
  • Herzstiche, stark empfundener Herzschlag, Herzklopfen bei Anstrengung.

Bewährt bei: Verletzungen der Haut, Bindegewebe, Muskeln, Sehnen, Gelenken, Einblutungen in die Augen-Bindehaut. Auch nach Operationen, wenn Patienten sich wie zerschlagen fühlen. (gwa)

Weitere Beiträge zur Serie:
"Homöopathie in der Praxis"

Folge 14

Folge 13

Folge 12

Folge 11

Folge 10

Folge 9

Folge 8

Folge 7

Folge 6

Folge 5

Folge 4

Folge 3

Folge 2

Folge 1

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