Ärzte Zeitung, 23.09.2004

Mit der Homotoxikologie gegen Schwindel

Bei Durchblutungsstörungen wie Schwindel und Tinnitus greifen Naturheilverfahren

RODGAU (djb). Patienten mit kranialen Durchblutungsstörungen, etwa mit Schwindel oder Tinnitus, können nach Erfahrungen von Dr. Elisabeth Gabka-Heß aus Berlin effektiv und ohne unerwünschte Wirkungen mit naturheilkundlichen Methoden behandelt werden.

Die Symptome beruhten oft auf einem Circulus vitiosus aus verminderter Durchblutung und Gewebsazidose, so die Fachärztin für HNO und Naturheilverfahren bei einer vom Unternehmen Heel unterstützten Veranstaltung in Rodgau. Grundlage der Behandlung sollte daher die Entsäuerung und Entgiftung des Gewebes nach homotoxikologischen Prinzipien sein, so Gabka-Heß zur "Ärzte Zeitung".

In der Homotoxikologie wird davon ausgegangen, daß Krankheiten Ausdruck der Abwehr von Giftstoffen (Homotoxinen) sind. Feinst dosierte Arzneireize liefern dem Körper im Sinne einer Stimulations- und Regulationstherapie Heilreize zur Selbstregulation.

Bei Schwindel-Patienten macht Gabka-Heß zunächst eine Matrix-Entgiftung mit Lymphomyosot®, und sie aktiviert mit Katalysatoren wie Ubichinon/Coenzym compositum- Ampullen den Stoffwechsel. Von Bedeutung sei auch die Entgiftung durch Lebertherapeutika. Eine Rückführung der sauren Stoffwechsellage in eine mehr basische gelinge durch Zufuhr von Bikarbonat, etwa durch Infusionen oder in Form von Bädern.

Ergänzt wird die Behandlung durch ein spezifisches Antischwindel-Mittel, etwa Vertigoheel®, eine homöopathische Zusammenstellung Schwindel erregender Substanzen (Anamirta cocculus, Conium, Ambra grisea und Petroleum rectificatum). Das Präparat habe sich in doppelblinden Studien durch gute Effektivität und hervorragende Verträglichkeit im Vergleich zu synthetischen Präparaten bewährt. Tinnitus-Patienten behandelt Gabka-Heß etwa mit Cerebrum® comp. NM, das spezifisch die Durchblutung des Ohrs fördert.

Fast ebenso wichtig wie die medikamentöse Therapie sind nach Ansicht der Ärztin Entspannungstraining, etwa autogenes Training oder die Tiefenmuskelentspannung nach Jacobson. Auch Akupunktur sei bei Durchblutungsstörungen eine geeignete unterstützende Maßnahme gegen Streß, Anspannung und Angst.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »

Stotter-Therapie im virtuellen Raum

Geschätzt über 800.000 Bundesbürger stottern. Viele von ihnen ziehen sich komplett zurück, weil sie Ablehnung fürchten. Ein Ausweg: Therapie-Methoden, bei denen man zunächst zu Hause sprechen übt – online. mehr »