Ärzte Zeitung, 30.09.2005

Extrakt aus Cist-Rosen lindert Halsschmerzen

Studie mit 113 Patienten

BERLIN (mut). Ein Konzentrat aus Cist-Rosen lindert bei den meisten Patienten mit Tonsillo-Pharyngitis die Beschwerden innerhalb von drei Tagen. Das hat eine Untersuchung mit 113 Patienten ergeben.

In der offenen, kontrollierten Studie erhielten zunächst insgesamt 53 Patienten das Cist-Rosen-Konzentrat Cystus® Sud, 18 Patienten der Kontrollgruppe bekamen grünen Tee. Die Patienten sollten die Präparate tagsüber alle drei Stunden gurgeln. Die Therapie dauerte maximal eine Woche.

In der Gruppe mit dem Cist-Rosen-Konzentrat verschwanden die Beschwerden bei 32 Patienten (60 Prozent) innerhalb von drei Tagen, mit grünem Tee dagegen nur bei drei Patienten (17 Prozent). Das berichtet Professor Holger Kiesewetter vom Institut für Transfusionsmedizin der Charité Berlin.

Insgesamt waren bei drei Viertel der Patienten mit dem Cist-Rosen-Präparat, aber nur bei einem Drittel der Patienten mit grünem Tee sämtliche Symptome nach einer Woche verschwunden.

Der Unterschied war signifikant. Die Ergebnisse wurden jetzt bei 42 weiteren Patienten mit Tonsillo-Pharyngitis bestätigt. Bei 32 Patienten (76 Prozent) waren die Beschwerden nach spätestens einer Woche Therapie abgeklungen.

"Wichtig ist, daß man mit dem Präparat frühzeitig beginnt und nicht wartet, bis sich starke Beschläge auf den Tonsillen gebildet haben oder bis massive Schluckbeschwerden vorliegen", so Kiesewetter zur "Ärzte Zeitung". "Denn dann helfen oft nur noch Antibiotika."

Das Cist-Rosen-Konzentrat eigne sich auch gut zur Behandlung von Kindern mit Halsschmerzen. Der etwas bitterschmeckende Sud könne dazu mit Honig gesüßt werden. Durch eine frühe Therapie mit dem Sud lasse sich oft eine Antibiotika-Therapie vermeiden oder hinauszögern, so Kiesewetter.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Zwei Gläser Wein? Das lass lieber sein!

Wer täglich mehr als zwei Gläser Wein leert, hat ein erhöhtes Risiko, an Magenkrebs zu erkranken. Ob ein Komplettverzicht ratsam ist, bereitet Forschern noch Kopfzerbrechen. mehr »

Warum der Brexit körperlich krank macht

Übelkeit und Kurzatmig: Blogger Arndt Striegler hat mit seiner Hausärztin über seinen Gesundheitszustand und den Austritt aus der EU geredet – und einen Zusammenhang am eigenen Leib festgestellt. mehr »

Nach der Wahl muss Vernetzung auf die Agenda!

Gesundheitsminister Gröhe gibt einen Ausblick auf die nächste Legislaturperiode: Die stärkere Vernetzung der Akteure müsse dann höchste Priorität haben. Der Innovationsfonds soll zur Dauereinrichtung werden. mehr »