Ärzte Zeitung, 11.05.2005

Die Knochen tun weh: Grund, die Lehre abzubrechen

BOCHUM (FHV). In Deutschland bricht jeder vierte Jugendliche seine Ausbildung ab - ohne daß es über die Gründe bislang viele Daten gibt.

Thomas Muth vom Institut für Arbeitsmedizin und Sozialmedizin der Universität Düsseldorf hat jetzt bei 334 Jugendlichen, die ihre Ausbildung abgebrochen hatten, nach Gründen dafür gesucht. Jeder zehnte von ihnen war aus dem Friseur-Handwerk ausgestiegen, sechs Prozent hatten ihre Kfz- und 4,5 Prozent ihre Bäckerausbildung abgebrochen.

Als medizinische Gründe wurden hauptsächlich Wirbelsäulen- sowie Muskel- und Gelenkerkrankungen mit je 30 und Allergien mit 25 Prozent festgestellt.

Die Bewerber hatten sich offenbar vor Beginn der Ausbildung nicht richtig über die Anforderungen informiert: 39 Prozent hätten die Berufsinformationszentren nicht genutzt und nur knapp die Hälfte habe Kontakt zu Beratern der Arbeitsämtern gehabt, so Muth. Während der Ausbildung hatten 95 Prozent überhaupt keinen Kontakt zu einem Arbeitsmediziner.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Neue Hoffnung auf wirksame Alzheimer-Therapie

Lässt sich der Krankheitsverlauf bei Alzheimer mittels Antikörper doch bremsen? Erstmals deutet sich ein solcher Erfolg in einer größeren Studie an. Das weckt Hoffnungen. mehr »

Was die Datenschutz-Folgenabschätzung ist

Praxen, Kliniken und MVZ, die in großem Stil Patientendaten verarbeiten, müssen laut DSGVO eine Datenschutz-Folgenabschätzung absolvieren. Medizinrechtler erläutern, wie das geht und was das überhaupt ist. mehr »

Tele-Hausarzt horcht aus der Ferne ab

Dr. Rafael Walocha betreut als Tele-Hausarzt Bewohner eines Pflegeheims per Video. Dabei kann er die Patienten sogar elektronisch auskultieren. Arzt und Patienten sind begeistert. mehr »