Ärzte Zeitung, 10.06.2005

Weichmacher aus PVC in der Klinik belasten Frühchen

BERLIN (dpa). Frühchen und Kleinkinder, die auf der Intensivstation behandelt werden müssen, sind einer US-Studie zufolge stark mit dem giftigen Weichmacher Diethyl-Hexyl-Phthalat (DEHP) belastet.

Die Werte lagen bei diesen Kindern zwischen dem 25- und dem 50fachen der durchschnittlichen Belastung in der Bevölkerung, berichtete der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Berlin.

In der Studie verglichen Dr. Howard Hu von der Harvard-Universität und Kollegen die Patientendaten von zwei verschiedenen Kinder-Intensivstationen in Boston miteinander: In der einen Klinik, die auf DEHP-haltige PVC-Produkte bei Infusionsbeuteln oder Schläuchen verzichtet, waren die Werte der Kinder nur ein Fünftel so hoch.

Die Studie wurde online in der Zeitschrift "Environmental Health Perspectives" veröffentlicht.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hüpfen und Einbeinstand halten fit

Hüpfen, Treppensteigen oder auf einem Bein Zähneputzen: Mit bewussten, einfachen Übungen können alte Menschen ihre Beweglichkeit erhöhen und die Sturzgefahr senken. mehr »

Das sind die Gewinner des Galenus-von-Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis, der auch international große Anerkennung findet, wurden erneut Exzellenz in der pharmakologischen Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »

Demenz oder Depressionen?

Benennen ältere Patienten von sich aus kognitive Defizite, sollten Ärzte hellhörig werden: Häufig liegt dann keine Demenz, sondern eine Depression vor. mehr »