Ärzte Zeitung, 20.07.2005

In Deutschland ist Muttermilch nicht stark belastet

DESSAU (dpa). Rückstände von Flammschutzmitteln in Muttermilch sind für gestillte Säuglinge in Deutschland kein Gesundheitsrisiko, Stillen bleibt die beste Ernährung für Säuglinge. Das zeigt eine gestern vom Umweltbundesamt in Dessau veröffentlichte Studie.

Für die Studie wurden bundesweit 128 Milchproben von 89 Müttern auf ihren Gehalt an polybromierten Diphenylethern (PBDE) untersucht. Wesentliche Quelle für die Belastungen sind tierische Lebensmittel. Wissenschaftler vermuten, daß die Chemikalie Gehirnwachstum und Hormone der Kinder beeinflußt.

Nach Auswertung der Daten gehen die Forscher davon aus, daß ein vier Monate alter Säugling in Deutschland beim Stillen zehntausend Mal weniger PBDE aufnimmt als die in Tierexperimenten ermittelte Dosis, bei der keine negative Wirkung beobachtet wurde.

Werte aus Nordamerika sind etwa zehn bis 30 Mal so hoch. Auch im Vergleich zu anderen europäischen Ländern liegen die in Deutschland ermittelten PBDE-Gehalte laut Studie im unteren Bereich.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Abwarten schlägt Op

Zumindest in den ersten sechs Jahren nach Diagnose haben Männer mit lokalisiertem Prostata-Ca eine bessere Lebensqualität, wenn sie sich nicht unters Messer legen. mehr »

No deal-Brexit? Dieses Szenario lässt NHS-Angestellte schaudern

Je mehr Zeit in ergebnislosen Verhandlungen verrinnt, desto nervöser werden Beschäftigte vor allem im Gesundheitswesen. Ein Brexit ohne Vertrag mit der EU? Im NHS fürchtet man in diesem Fall ein Desaster. mehr »

Der reine Telearzt kommt

Fernbehandlung ohne Erstkontakt in der Praxis? Im Ländle wird dieses Modell jetzt erstmals getestet. Die Kammer dort hat gerade das erste Projekt genehmigt. mehr »