Ärzte Zeitung, 26.10.2006

Zu viel Kohlendioxid - schlechte Luftqualität in vielen Klassenräumen

Studie des Bayrischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

MÜNCHEN (ddp.vwd). Die Luftqualität in Klassenräumen ist nach einer Studie des Bayrischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit vor allem im Winter sehr schlecht.

In Klassenzimmern mit viel Kohlendioxid in der Luft können sich Schüler viel schlechter konzentrieren. Sie werden müde, und ihre Leistung fällt ab. Foto: dpa

Wie das Magazin "Focus-Schule" berichtet, lag im Untersuchungszeitraum während der Wintermonate bei 92 Prozent der Schulen die Konzentration an Kohlendioxid in der Luft über den für Büroräume gültigen Grenzwerten. In diesen Konzentrationen führe Kohlendioxid zu Müdigkeit und Leistungsabfall.

Untersucht wurden die Luft und Lüftungsgewohnheiten in 168 Klassenräumen bayrischer Schulen, davon 92 im Winter und 76 im Sommer. Vor allem im Winter wurden eklatante Lüftungsmängel beobachtet. Während des Sommers war die Luftqualität zwar besser, dennoch überschritt die Kohlendioxid-Konzentration in 28 Prozent der Fälle die Sollwerte.

Für frische Luft sollten die Fenster in den Pausen fünf bis zehn Minuten geöffnet werden. Die meisten Schulen in Deutschland seien zudem nicht kindgerecht, sagte Peter Hübner, Professor für Baukonstruktion an der Universität Stuttgart. Vandalismus und Schmierereien gebe es nur auf nackten, weißen Flächen.

Schüler versuchten krampfhaft, Räume, in denen sie sich nicht wohl fühlten, ein bißchen schöner zu machen, sagte der Architekt. "Kinder lieben Rottöne, die Farben des prallen Lebens, Holz und Glas, anregende Architektur mit verwinkelten Fluren."

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