Ärzte Zeitung online, 04.06.2009

Schadstoff-Informationen im Internet

BERLIN(dpa). Die Bundesbürger können sich künftig im Internet informieren, wie viel Schadstoffe die Industriebetriebe in ihrer direkten Nachbarschaft ausstoßen. Dazu wurde das offizielle Webportal www.prtr.bund.de am Mittwoch in Berlin freigeschaltet. "Nie war der Blick hinter die Werkstore einfacher als heute", versicherte Umweltstaatssekretär Michael Müller (SPD).

Bestimmte Unternehmen wie Chemiebetriebe, Stromerzeuger und große Kläranlagen sind verpflichtet, im nationalen Schadstoffregister jedes Jahr ihre aktuellen Daten zu veröffentlichen. Nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA), das das Portal betreibt, sind davon bundesweit mehr als 4000 Betriebe betroffen. Sie informieren künftig detailliert über ihren Schadstoffausstoß und über den Verbleib ihrer Abwasser und Abfälle. Über den Wahrheitsgehalt der übermittelten Daten wachen die zuständigen Landesbehörden.

Hintergrund ist ein Abkommen aus dem Jahr 2003, in dem sich 36 Staaten zur Einrichtung eines Schadstofffreisetzungs- und -verbringungsregisters (PRTR - Pollutant Release and Transfer Register) verpflichtet hatten. Neben dem deutschen Informationsportal soll voraussichtlich noch in diesem Jahr auch ein europaweites Register freigeschaltet werden.

www.prtr.bund.de

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Schwere Grippewelle hat Deutschland im Griff

Die aktuelle Grippewelle tobt und beschert Praxen und Kliniken einen regen Zulauf. Das RKI hat Tipps, worauf Ärzte jetzt achten sollten. mehr »

Bodyguard lässt sich von Steuer absetzen

211.000 Euro hatte eine Frau für einen Bodyguard steuerlich abgesetzt - zu Recht, entschied jetzt ein Gericht. Eine Rentnerin aus NRW schützt sich so steuersparend vor einer falschen Ärztin. mehr »

Die Ängste der Akademiker

Albtraum Studium? Jeder sechste Studierende leidet nach Angaben der Barmer unter einer psychischen Störung. Tendenz steigend. mehr »