Diabetes

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Modul: Strategien zur Gewichtsreduktion bei Typ-2-Diabetes

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Ärzte Zeitung, 17.03.2004

Zuviel Speck auf den Rippen bringt die Nieren in Bedrängnis

Proteinurie korreliert mit Body-Mass-Index / Schon wenige Kilos weniger nützen

WÜRZBURG (mal). Adipöse Patienten sollten regelmäßig auf Mikroalbuminurie untersucht werden. Denn Adipositas schadet den Nieren. Das ist selbst bei normalem Blutdruck und bei Fehlen eines Diabetes der Fall.

Wer Sport treibt und Gewicht reduziert, tut auch der Niere etwas Gutes. Foto: dpa

Die Folgen von Adipositas auf die Nieren sind noch nicht lange bekannt. Adipositas führt zu renaler Hyperzirkulation mit glomerulärer Hyperfiltration. Erstes Symptom sei eine Mikroalbuminurie, so Professor August Heidland aus Würzburg und seine Kollegen. Sie korreliert mit dem Body-Mass-Index und kann - auch bei Normotonie und ohne begleitenden Diabetes - Ausmaße eines nephrotischen Syndroms annehmen.

Zusätzliche Faktoren wie Hypertonie und Diabetes erhöhen das Risiko für Nierenschäden bis auf das Zwölffache.

Adipöse haben auch gehäuft diabetische Nephropathie und Nierenzellkrebs, und bei ihnen schreiten Nierenkrankheiten schneller voran (DMW 129, 2004, 579).

Abspecken ist für die Würzburger Kollegen daher auch zum Nierenschutz wichtig. Nach einer neuen Studie senke bereits die Gewichtsreduktion um vier Prozent bei Übergewichtigen mit einem BMI über 27 kg/m2 und diabetischer oder nicht-diabetischer Nephropathie die Proteinurie binnen fünf Monaten um 32 Prozent. Bei persistierender Adipositas-assoziierter Proteinurie und/oder Hypertonie bremsten ferner ACE-Hemmer oder Angiotensin-Rezeptorblocker auch bei diesen Patienten die Proteinurie und senkten das Risiko für Typ-2-Diabetes, so Heidland und seine Kollegen.

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