Ärzte Zeitung online, 27.02.2009

Deutsche Forscher klären Funktion eines Adipositas-Gens auf

KÖLN (dpa). Deutsche Forscher haben nachgewiesen, warum ein bestimmtes Gen entscheidend für die Entstehung von Übergewicht und Fettleibigkeit ist. 2006 hatten Mediziner bei übergewichtigen Menschen gehäuft Variationen des Gens FTO gefunden, die Bedeutung dieses Gens war bislang jedoch unklar geblieben.

Wie die Universität Köln am Donnerstag berichtete, haben Mäuse, bei denen das FTO-Gen ausgeschaltet wurde, einen höheren Energieverbrauch als solche mit funktionierendem FTO-Gen. Sie werden zudem nicht dick. Dies zeige die Funktion des Gens in der Regulation des Körpergewichtes. Die Ergebnisse der Forschungsteams von Professor Jens Brüning von der Universität Köln und Professor Ulrich Rüther von der Universität Düsseldorf wurden online vorab in "Nature" veröffentlicht.

Mit diesen Erkenntnissen wollen die Wissenschaftler nun neue pharmakologische Therapien für die Behandlung von Übergewicht entwickeln. Zunächst müsse man aber herausfinden, wie genau der Mechanismus funktioniert und wie das Gen auf den Bewegungsapparat wirkt, soBrüning.

Lesen Sie dazu auch:
Machen Gene im Gehirn dick? Sechs neue Adipositas-Gene entdeckt

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