Ärzte Zeitung, 11.02.2010

Adipöse Kinder: Risiko für frühen Tod stark erhöht

NEU-ISENBURG (eis). Adipöse Kinder haben ein doppelt so hohes Risiko wie schlanke Kinder, schon früh zu sterben. Das belegen zumindest Daten von US-amerikanischen Indianern.

Adipöse Kinder: Risiko für frühen Tod stark erhöht

Dicke Kinder sind fürs Leben geschädigt. © parazit / fotolia.com

In den USA ist bei Indianern die Prävalenz von Adipositas besonders hoch. In einer Studie wurden 4857 Indianer-Kinder (Durchschnittsalter 11,3 Jahre) im Mittel über 24 Jahre nachverfolgt (NEJM 362, 2010, 485). Die Kinder wurden abhängig vom BMI in vier Gruppen (Quartile) eingeteilt und die Sterberaten in den einzelnen Gruppen analysiert.

Ergebnis: 166 Teilnehmer starben an Krankheiten (3,4 Prozent). Die Sterberate war dabei im Quartil mit den höchsten BMI-Werten 2,3-mal so hoch wie im Quartil mit den geringsten Werten. Deutlich erhöht war die Sterberate außerdem bei Kindern mit gestörter Glukose-Toleranz (1,7-fach) und bei Kindern mit Bluthochdruck (1,6-fach).

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wie man trotz Plätzchen den Kilos trotzt

Ein Lebkuchen hier, ein Dominostein da und dann noch die fette Weihnachtsgans. Forscher geben studiengeprüfte Tipps gegen den üblichen Gewichtszuwachs an den Feiertagen. mehr »

Psychotherapeuten wehren sich gegen gestufte Versorgung

Als „Diskriminierung psychisch kranker Menschen“ kritisieren die Psychotherapeuten die von der Koalition geplante Vorstufe zur Behandlerwahl für eine Psychotherapie. mehr »

Prostatakrebs immer früher entdeckt

Im Vergleich zu den 1990er Jahren wird das Prostatakarzinom bei Männern unter 50 Jahren heute bereits in früheren Stadien diagnostiziert. Darauf deuten Studienergebnisse hin. mehr »