Ärzte Zeitung online, 29.06.2010

Studie: Bus- und Bahnfahren macht schlank

HAMBURG (dpa). Wer regelmäßig Bus und Bahn fährt, bleibt eher schlank und nimmt leichter ab. Das haben amerikanische Forscher herausgefunden. Je mehr Straßenbahnen und Busse in einer Stadt unterwegs sind, desto schlanker und gesünder sind deren Bewohner, lautet das Fazit dieser Untersuchung

Für die Studie wurden auf den öffentlichen Nahverkehr umgestiegene und Auto fahrende Berufspendler ein Jahr lang beobachtet. Die Ergebnisse fallen eindeutig aus. Im Vergleich zu den Autofahrern nahmen die Bus- und Bahnfahrer durchschnittlich drei Kilogramm ab.

Die Gründe dafür sind einfach: Schon allein der Weg zur Haltestelle und die eventuellen Sprints zum noch wartenden Bus fordern die amerikanischen Pendler zu mehr Bewegung heraus.

In den USA ist der öffentliche Nahverkehr längst nicht so etabliert und ausgebaut wie beispielsweise in Deutschland. Die Experten appellieren deshalb an die amerikanische Politik, mehr Geld in den Nahverkehr zu investieren und zudem die Sicherheit und die Attraktivität von Fußgängerwegen in den Städten zu verbessern.

So könnten mehr Menschen animiert werden, den Nahverkehr zu nutzen. "Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr bieten (...) die Möglichkeit, die Fettleibigkeit der Bevölkerung zu reduzieren", sagte Versuchsleiter John M. MacDonald von der Universität Pennsylvania.

Für die Studie arbeiteten Forscher von zwei Universitäten im US-Bundesstaat Pennsylvania und die amerikanische Denkfabrik Rand (Research and Development) zusammen. Rand hat sich in den vergangenen Jahren mehrfach mit der zunehmenden Fettleibigkeit der Amerikaner beschäftigt. Die Studie wird im August-Heft des "American Journal of Preventive Medicine" (Band 39, Nr. 2) veröffentlicht werden.

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