Ärzte Zeitung online, 02.09.2010

Bei Schlafmangel essen Jugendliche mehr Fett und süße Snacks

NEW YORK (dpa). Jugendliche essen nach Erkenntnis von US-Forscher ungesünder, wenn sie nicht genug schlafen. Nach Daten von 240 US-amerikanischen Teenagern zwischen 16 und 19 Jahren nehmen die Knabberei und der Griff zu Fettigem bei Schlafmangel zu. Damit steige auch das Risiko zu Fettleibigkeit und damit langfristig zu Herz- und Kreislaufstörungen zu, warnen die Experten.

Betroffen von dem Effekt sind junge Leute, die unter der Woche weniger als acht Stunden pro Nacht schlafen, berichtet ein Forscher-Team aus Sydney, Boston und New York um Dr. Nicholas Glozier(Sleep 2010;33(9):1139-1145).

Die Wissenschaftler stellten auch fest, dass vor allem Mädchen ihre Essgewohnheiten ändern, wenn sie wegen der Schularbeiten oder einer Fernsehsendung länger aufbleiben. Der Grund könnte sein, dass heranwachsende Frauen mehr zu "emotionalem Essen" neigen als junge Männer.

Statistisch wirkte sich der Effekt der kürzeren Nächte bei den 240 Studienteilnehmern mit einem Plus an Fett-Kalorien von 2,2 Prozent aus. Das klingt zunächst wenig, könne aber auf Dauer durchaus zu Fettpölsterchen führen, so die Forscher.

Das Journal wird von der Organisation Associated Professional Sleep Societies LLC herausgegeben. Ihr gehört unter anderen die US-amerikanische Akademie für Schlafmedizin an.

Abstract der Studie "Short sleep duration in prevalent and persistent psychological distress in young adults: the DRIVE study"

Lesen Sie dazu auch:
Schlafmangel stört die Psyche

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