Ärzte Zeitung online, 04.11.2011

Glück in der Liebe lässt Körpergewicht steigen

HEIDELBERG (dpa). Wer in einer glücklichen Beziehung lebt, neigt einer Studie zufolge eher zum Dickwerden als Alleinstehende auf Partnersuche. Grund für die Schlankheit der Singles ist unter anderem der Konkurrenzdruck auf dem Partnermarkt.

Das hat der Heidelberger Soziologieprofessor Thomas Klein bei einer repräsentativen Befragung mit rund 2000 Beteiligten herausgefunden.

Je härter die Konkurrenz, desto eher achteten Singles auf ihr Gewicht, um attraktiv zu sein, erklärte Klein am 3. November in Heidelberg. Paare dagegen können sich beruhigt zurücklehnen und nach Herzenslust schlemmen - zumindest bis es kriselt, dann geht es auch bei ihnen mit dem Gewicht bergab.

"Das kann zwar auch daran liegen, dass man weniger gemeinsame Mahlzeiten einnimmt oder dass sich die Probleme psychosomatisch auswirken, aber das Abnehmen lässt sich auch als eine Art Vorbereitung auf den Partnermarkt interpretieren", so Klein in einer Pressemittelung der Uni Heidelberg. Ein niedriges Gewicht verbessere die Chance, unter die Haube zu kommen.

Je schwächer der Konkurrenzdruck auf dem Partnermarkt ist, desto geringer fallen die Unterschiede zwischen Singles und Paaren den Erkenntnissen zufolge aus.

Der Soziologe hat auch untersucht, warum Paare häufig einen ähnlichen Körperumfang haben. Das liegt dem Forscher zufolge nicht an Anpassungsprozessen während der Beziehung, sondern entscheide sich bereits bei der Wahl des Partners. "Dünne wählen in der Regel Dünne und Dickere wählen Dickere."

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Intensives Ausdauertraining bremst frühen Parkinson

Sport lohnt sich: Kommen Parkinsonkranke im frühen Stadium regelmäßig ins Schwitzen, bleiben ihre motorischen Fähigkeiten über mindestens ein halbes Jahr hinweg stabil. mehr »

Das erhöht die Organspendebereitschaft

Beauftragte an Kliniken für Transplantationen sollen von allen anderen Aufgaben entbunden werden – das verlangt die Deutsche Stiftung Organtransplantation. Neue Zahlen aus Bayern geben ihr Argumentationshilfe. mehr »

Krebsüberlebende nach Infarkt oft untertherapiert

Patienten mit Herzinfarkt, die eine Krebsdiagnose in ihrer Anamnese stehen haben, erhalten seltener eine leitliniengerechte Therapie. Das wirkt sich auch auf die Mortalität aus. mehr »