Ärzte Zeitung, 20.03.2013

Adipositas

Diäten müssen scheitern

dresden_Pfegekongress_2013_L.jpg

Nur eine komplette Lebensumstellung hat Aussicht auf Erfolg beim Kampf gegen die Adipositas. Konzepte werden auf dem Pflegekongress vorgestellt.

DRESDEN. Diäten greifen bei der Therapie von Adipositas-Patienten zu kurz.

"Nur langfristige multimodale Konzepte, die ein Verhaltens-, Ernährungs- und Bewegungstraining sowie eine psychologische Betreuung beinhalten, können etwas bewirken", betont Gesundheitswissenschaftler und Diätassistent Mario Hellbardt anlässlich des Interprofessionellen Pflegekongresses, der am 18. und 19. April 2013 in Dresden stattfindet.

Hellbardt, der am Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) in Leipzig mit Adipositas-Patienten arbeitet, übt dabei Kritik am Versorgungssystem.

"Leider werden interdisziplinäre Therapieprogramme, die eine Option in der Versorgung bei Adipositas darstellen und den Leitlinien der Fachgesellschaften entsprechen, von den gesetzlichen Krankenkassen nicht regelhaft bezahlt", sagt er.

Zwei solcher Programme - Doc Weight und M.O.B.I.L.I.S. - werden auf dem Dresdner Kongress vorgestellt, außerdem der neue Leitfaden für das Adipositas-Management, der sich an Ärzte, Ernährungs- und Pflegefachkräfte sowie andere therapeutische Berufe richtet.

Kooperationspartner auf dem Pflegekongress sind unter anderem die Sächsische Landesärztekammer, der Sächsische Hausärzteverband sowie der Verband medizinischer Fachberufe. (tau)

Weitere Informationen: Andrea Tauchert, Tel. 030/82787-5510, andrea.tauchert@springer.com, www.heilberufe-kongresse.de

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wenn Alzheimer nach frisch gebackenem Brot riecht

Erst lässt der Geruchssinn nach, dann treten Phantosmien auf – ein US-Neurologe berichtet über seine beginnende Demenz, und weshalb die frühe Diagnose für ihn wichtig war. mehr »

1,4 Millionen Krebstote für 2019 erwartet

In diesem Jahr könnten in der gesamten EU mehr Menschen an Krebs sterben als noch vor Jahren. Doch es gibt auch eine gute Entwicklung. mehr »

Alkoholverzicht ist gut gegen Vorhofflimmern

Eine kontrollierte Studie schafft Gewissheit: Menschen, die von Vorhofflimmern betroffen sind, können durch Alkoholabstinenz selbst etwas gegen ihre Herzrhythmusstörung tun. mehr »