Ärzte Zeitung, 02.08.2004

Pseudoallergie - Hautjucken durch Raupenhaare

HAMBURG (ddp). Raupenhaare des Eichenprozessionsspinners können heftige Hautreaktionen auslösen. Wer nach dem Aufenthalt in Gebieten mit vielen Eichen juckende Haut, Augenreizung und Atembeschwerden hat, könnte Kontakt damit gehabt haben, so der Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA).

In diesem Jahr treten die Raupen verstärkt auf. Nach Angaben von Alfred Wulf von der Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft in Braunschweig kommen die Raupen vor allem in Bayern, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Hessen, Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz vor.

"Es handelt sich bei der Raupendermatitis um eine Pseudoallergie. Seit einigen Jahren weiß man, daß auch allergische Reaktionen möglich sind. Bis hin zum Schock", so ÄDA-Präsident Professor Thomas Fuchs aus Göttingen. Nach Kontakt rät er, die Kleider zu wechseln, zu duschen und Haare zu waschen. Zur Therapie werden Kortison-Salben und antiallergische Arzneien verwendet.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

"Mehr Geld für Kranke, weniger für Gesunde"

15:47Die Verteilungsregeln für den Finanzausgleich zwischen den Krankenkassen sollen deutlich verändert werden. Das hat ein Expertenkreis beim Bundesversicherungsamt jetzt vorgeschlagen. Die Meinung der Kassen ist geteilt. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »