Ärzte Zeitung, 21.01.2005

Hohe Ebastin-Dosis hilft bei starkem Heuschnupfen

20 mg des Antihistaminikums pro Tag sind gut verträglich / Anwendungsbeobachtung mit mehr als 4000 Patienten

MÜNCHEN (sto). Für Patienten mit einer stark ausgeprägten Symptomatik einer allergischen Rhinokonjunktivitis steht seit kurzem das nicht sedierende Antihistaminikum Ebastin auch in einer höheren Dosierung mit 20 mg zur Verfügung.

Die tägliche Einnahme von 20 mg Ebastin (Ebastel® 20 mg) reiche bei Patienten, die unter starkem Heuschnupfen leiden, aus, um die Beschwerden rasch und dauerhaft zu lindern, sagte der Allergologe Professor Ralph Mösges von der Universität Köln bei einer Veranstaltung in München. Die höhere Dosierung sei ebenso gut verträglich wie die 10-mg-Tablette. Und: Die Einnahme der doppelten Ebastin-Dosis führe nicht zu einer höheren Sedierung, sagte der Experte.

In einer Anwendungsbeobachtung wurden insgesamt 4704 Patienten mit allergischer Rhinitis im Mittel 32 Tage lang mit 20 mg Ebastin einmal täglich behandelt. Mehr als 80 Prozent der Heuschnupfen-Patienten waren zuvor bereits mit anderen Antihistaminika, meist mit Loratadin oder Cetirizin, behandelt worden. Jeder zweite davon erhielt zusätzlich noch ein weiteres Antiallergikum. Dies sei ein Hinweis darauf, daß es sich vor allem um Patienten handelte, die besonders stark unter den Heuschnupfen-Beschwerden litten, so Mösges.

Über 90 Prozent der Patienten hätten die Wirksamkeit von Ebastin in der hohen Dosierung als gut oder sehr gut bezeichnet, was im Vergleich zu den bisher angegebenen Ansprechraten - meist zwischen 50 bis 60 Prozent - ein hervorragendes Ergebnis sei, berichtete Mösges bei einer Veranstaltung des Unternehmens Almirall. Etwa 75 Prozent der Patienten hätten die Behandlung mit Ebastin im Vergleich zur vorherigen Therapie als besser bezeichnet.

Unerwünschte Wirkungen wurden nur bei 17 Patienten (0,36 Prozent) registriert. Müdigkeit, die von acht Patienten (0,17 Prozent) angegeben wurde, war am häufigsten. Bislang unbekannte unerwünschte Wirkungen seien nicht festgestellt worden, versicherte Mösges.

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