Ärzte Zeitung, 03.03.2005

BUCHTIP

Weißbuch Allergie

Allergien, egal ob durch Pollen, Nahrungsmittel, Tierhaare oder Hausstaubmilben bedingt, haben in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch zugenommen, und dieser Trend hält weiter an. Die Ursachen hierfür sind noch weitgehend unbekannt.

"Allergien gehören zu den großen gesundheitlichen Herausforderungen unserer modernen Gesellschaft - sie können chronisch werden, tödlich enden und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen", so Professor Johannes Ring, Professor Thomas Fuchs und Professor Gerhard Schultze-Werninghaus. Die drei Experten sind die Herausgeber der 2., aktualisierten und erweiterten Auflage des "Weißbuch Allergie in Deutschland".

In dem Buch werden neue epidemiologische Erkenntnisse zum Thema Allergien sowie Grundlagen zur Diagnostik und die derzeitigen Behandlungsmöglichkeiten bei den verschiedenen Allergie-Arten vermittelt. Darüber hinaus werden die medizinischen, sozioökonomischen und strukturellen Probleme der Allergologie in Deutschland erläutert, und es wird gezeigt, welcher Bedarf an Forschung, Lehre und Krankenversorgung in Bezug auf allergische Erkrankungen besteht.

Die jetzt vorliegende zweite Auflage des Weißbuches enthält einige wesentliche Neuerungen. So gibt es nun spezielle Kapitel zur Diagnostik und Therapie bei Kindern mit allergischen Erkrankungen. Außerdem bietet der Band ausführliche Informationen zu beruflich bedingten allergischen Erkrankungen der Atemwege. (ikr)

Johannes Ring, Thomas Fuchs, Gerhard Schultze-Werninghaus (Hrsg): Weißbuch Allergie in Deutschland, 2., aktualisierte und erweiterte Auflage, Urban & Vogel Medien- und Medizin Verlagsgesellschaft, 2004, 336 Seiten, 34,95 Euro, ISBN 3-89935-182-7.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Nutzen Antibiotika bei Dentaleingriffen?

Patienten mit Herzklappen-Ersatz haben nach zahnärztlichen Eingriffen womöglich ein erhöhtes Risiko für infektiöse Endokarditiden. Doch wie groß ist es und schützen Antibiotika? mehr »

Medizin vor Ökonomie - Kodex soll Prioritäten klarmachen

Medizinische Fachgesellschaften treten gegen die Ökonomisierung der Medizin an – mit einem Kodex. mehr »

Mit Geriatrietests zur Diabetestherapie à la carte

Der eine ist fit, der andere gebrechlich: Alte Menschen mit Typ-2-Diabetes brauchen individuelle Therapieformen. Ein Geriater gibt Tipps. mehr »