Ärzte Zeitung, 05.07.2007

Auf der Hut vor Ambrosia-Pollen

Biologische Bundesanstalt hat Aktionsprogramm gegen Beifuß-Ambrosie erarbeitet

BRAUNSCHWEIG (dpa). Die Beifuß-Ambrosie verursacht zunehmend gesundheitliche Probleme durch ihre hoch aggressiven Pollen und droht in der Landwirtschaft zu einem üblen Unkraut zu werden.

Jungpflanzen der Beifuß-Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia) ähneln Möhrenkraut. Foto: ddp

Darauf weist die Biologische Bundesanstalt (BBA) in Braunschweig hin. Sie hat daher ein Aktionsprogramm erarbeitet. Auf der Internetseite (www.bba.bund.de/ambrosia) bietet sie etwa die Möglichkeit, das Vorkommen der aus Nordamerika eingeschleppten Pflanze zu melden. Ziel ist es, die Verbreitung bundesweit zu kartieren und die Ausbreitung zu verhindern.

Denn die Pflanzen sollten möglichst noch vor Blühbeginn im Sommer mit Handschuhen ausgerissen und vernichtet werden. Grundstückseigentümer können sogar zur Beseitigung von Ambrosia-Pflanzen verpflichtet werden. In der Schweiz gibt es bereits seit 2006 gesetzliche Regelungen, um die Ausbreitung der Pflanze zu stoppen. Wegen ihres großen Allergiepotenzials werde die Pflanze auch in vielen anderen europäischen Ländern beobachtet und bekämpft, so die BBA.

Schon eine geringe Pollenkonzentration der Beifuß-Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia) kann nach BBA-Angaben schwere allergische Reaktionen auslösen. Auch Menschen, die sonst nicht allergisch reagierten, könnten betroffen sein. Vor allem seit dem warmen Sommer 2003 habe die Verbreitung stark zugenommen.

Die oft auf Brachflächen oder an Straßenrändern wachsende Pflanze kann 20 Zentimeter bis 1,50 Meter hoch werden. Wegen ihrer unscheinbaren Blüten wird sie leicht mit dem Gemeinen Beifuß (A. vulgaris) verwechselt. Junge Pflanzen ähneln zudem Möhrenkraut. Charakteristisch für die Beifuß-Ambrosie sind die gefiederten Blätter und die abstehend behaarten, oft rötlichen Stängel.

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