Ärzte Zeitung online, 29.08.2008

Allergiebund kritisiert Sparmaßnahmen

MÖNCHENGLADBACH (dpa). Der Deutsche Allergie- und Asthmabund befürchtet wegen Sparmaßnahmen bei Untersuchungen eine schlechtere Versorgung von Allergiepatienten. Die gesetzlichen Krankenkassen würden vom kommenden Jahr an nur noch den Bluttest von vier Allergieauslösern pro Quartal bezahlen.

Die Versorgung der rund 29 Millionen Allergiker in Deutschland sei dadurch massiv gefährdet, sagte eine Sprecherin am Freitag in Mönchengladbach.

"Da die meisten Patienten heute auf eine Vielzahl von Allergenen reagieren, kann es mitunter viele Monate bis Jahre dauern, bis die verschiedenen Auslöser vollständig erkannt werden", sagte die Geschäftsführerin des Allergiebundes, Andrea Wallrafen. Gerade bei Allergien sei aber eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung entscheidend. Sparen könnten die Krankenkassen durch die Reform nicht, da mehr Arztbesuche höhere Kosten zur Folge hätten.

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