Ärzte Zeitung online, 30.04.2009

Tattoos ab Mai nur noch nach Tätowiermittel-Verordnung

BERLIN (dpa). Mit der deutschen Tätowiermittel-Verordnung gelten ab 1. Mai erstmals besondere Regelungen für Mittel zum Tätowieren und für Permanent-Make-up. Tattoos können unter Umständen Entzündungen oder Allergien auslösen, teilte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) am Donnerstag in Berlin mit.

Im Gegensatz zu kosmetischen Produkten werden Tätowiermittel direkt in die Haut gestochen. Von dort können sie etwa in den Blutkreislauf gelangen oder Immunreaktionen auslösen. Bislang ist kaum untersucht, wie die Stoffe im Körper reagieren.

Die Verordnung verbietet viele bedenkliche Stoffe und reguliert deren Kennzeichnungspflicht. "Um langfristig gesundheitlich unbedenkliche Tätowiermittel zu bekommen, müssen wissenschaftliche Prüfkriterien erarbeitet werden", forderte BfR-Präsident Andreas Hensel.

Eine Risikobewertung der Stoffe sollte mindestens den Anforderungen an die Sicherheit von Farbstoffen für kosmetische Mittel und Haarfarben entsprechen. Außerdem müssten Hersteller von Tätowiermitteln Sicherheitsdaten ihrer Produkte zur Verfügung stellen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

30 Minuten Bewegung am Tag verhindern jeden 12. Todesfall

Bewegung verlängert das Leben, das bestätigt die bisher größte Studie zum Thema. Und: Bewegung im Alltag reicht dazu schon aus, es muss kein anstrengender Sport sein. mehr »

Welche Gesundheitspolitiker bleiben im Bundestag?

So sehr sich der Bundestag verändert - viele aus der Gesundheitspolitik vertraute Gesichter werden vermutlich wieder im Gesundheitsausschuss arbeiten. Eine Auswahl. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »