Ärzte Zeitung, 31.05.2011

Bald Immuntherapie gegen Pfirsichallergie?

LANGEN (eb). Einer spezifischen Immuntherapie gegen Lebensmittelallergien sind Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts (EI) zusammen mit Kollegen aus Salzburg, Wien und Tarragona näher gekommen.

Sie haben einen möglichen Impfstoffkandidaten gegen Pfirsichallergien entwickelt, teilt das PEI mit. Den Forschern sei es gelungen, eine hypoallergene Variante des Hauptallergens aus Pfirsich zu erzeugen.

Diese wirkt kaum noch allergen, zeichnet sich aber durch eine hohe zelluläre Immunogenität aus, eine Voraussetzung für den Einsatz als mögliches Impfantigen.

Erreicht wurde dies durch die Entwicklung einer Faltungsvariante von Pru p 3. Dieses Molekül gehört zur Familie der nichtspezifischen Lipidtransfer-Proteine (nsLTPs) und ist das Hauptallergen bei Pfirsichallergikern.

Bei nsLTPs handelt es sich um ubiquitär vorkommende und kreuzreaktive Allergene besonders in Früchten von Rosaceae-Gewächsen wie Pfirsich, Kirsche und Apfel, Baumnüssen, Salat, Weintraube und anderen Lebensmitteln. Die nsLTPs rufen im Verdauungstrakt häufig schwere allergische Reaktionen hervor.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Quereinstieg zum Hausarzt – reicht ein Jahr Weiterbildung?

Der Deutsche Hausärzteverband warnt vor einer Verwässerung der Weiterbildung zum Allgemeinmediziner. Ein Jahr Weiterbildung reiche nicht für Umsteiger aus der Klinik. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »