Ärzte Zeitung online, 03.08.2018

Adrenalin-Autoinjektor

Engpass bei Notfall-Arznei für Allergiker

BONN. Allergiker haben mit einem Lieferengpass bei einer Notfall-Arznei zu kämpfen. Laut Datenbank des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn gibt es Produktionsprobleme beim Adrenalin-Autoinjektor Fastjekt®. Auch der Fastjekt® Junior für Kinder ist betroffen.

"Wir arbeiten intensiv an einer Lösung, wie wir schnellstmöglich die Produktion hochfahren und die Lieferung beschleunigen können", erklärte der Hersteller Pfizer. Die Verfügbarkeit variiere derzeit von Apotheke zu Apotheke. Die Lieferbarkeit hänge von Zulieferungen bestimmter Komponenten durch Drittanbieter ab. "Zudem haben Prozessänderungen die Kapazität in unserer Produktionsstätte vorübergehend begrenzt", teilte das Unternehmen mit. Der Engpass von Fastjekt® soll laut Datenbank im September behoben sein. Zuerst hatte die "Rheinische Post" darüber berichtet

Eine BfArM-Sprecherin sagte, dass zwischen einem Liefer- und einem Versorgungsengpass zu unterscheiden sei. "Es ist nicht so, dass es kein anderes Mittel auf dem Markt mehr gebe", sagte sie..Als Alternativen werden die Mittel Jext® und Emerade® genannt.

Eine Sprecherin des Unternehmens ALK, das den Injektor Jext® produziert, erklärte allerdings, dass die Nachfrage, die durch die Ausfälle beim Marktführer entstehe, nicht zu decken sei. Die eigene Produktion sei schon hochgefahren worden, dennoch bleibe eine Lücke. "Alles, was wir produzieren, wird uns aus den Händen gerissen."(dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

App sorgt für weniger Tage mit Migräne

Bei Einsatz einer Migräne-App lassen sich Kopfschmerztage merklich reduzieren – und zwar um rund 25 Prozent. Das geht aus einer Studie der Schmerzklinik Kiel und der TK hervor. mehr »

Die Zukunft gehört der sensorischen Zuckermessung

Die Zeiten, in denen sich Diabetiker zur Blutzuckermessung in den Finger stechen, sind bald vorbei. Sensor-Messsysteme bringen neue Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen. mehr »

Mehr ASS für schwere Patienten?

Allen Patienten dieselbe ASS-Dosis zu verordnen, scheint in der kardiovaskulären Prävention keine optimale Lösung zu sein. Es könnte sich lohnen, die Dosis an das Körpergewicht anzupassen, um verschiedene Risiken zu minimieren. mehr »