Ärzte Zeitung, 17.06.2008

KOMMENTAR

Mindestalter für Blutspender

Von Peter Leiner

Wer in Deutschland Blutspenden will, muss gesund und fit sein. Das Deutsche Rote Kreuz etwa hat dazu eine lange Liste an Kriterien nach den Richtlinien der Bundesärztekammer "zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen" aufgestellt. Das Erfüllen dieser Kriterien soll dazu beitragen, dass die Spende für den Spender komplikationslos verläuft und dass das gespendete Blut oder das daraus hergestellte Blutprodukt für den Empfänger sicher ist. Dazu gehört nicht nur, dass potenzielle Blutspender etwa keine Infektionskrankheit haben dürfen, sondern auch, dass sie mindestens 18 Jahre alt sein müssen.

Das Mindestalter fürs Blutspenden von 18 Jahren in Deutschland ist ein gutes Auswahlkriterium. Das bestätigen jetzt die Ergebnisse einer Studie des US-amerikanischen Roten Kreuzes: Junge Menschen laufen der Studie zufolge doch eher Gefahr, bei einer Blutentnahme zum Beispiel ohnmächtig zu werden und sich zu verletzen. Auch wenn Blutspenden - etwa wie jedes Jahr während der Sommerferien - knapp werden, darf das auch weiterhin kein Grund sein, die Richtlinien ändern zu wollen, um auch jüngere Menschen zum Aderlass bewegen zu können.

Topics
Schlagworte
Krankheiten (65030)
Organisationen
Bundesärztekammer (3968)
Personen
Peter Leiner (669)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Drastisch veränderte Mundflora bei Krebs

Beim Plattenepithelkarzinom der Mundhöhle ist die Zusammensetzung des oralen Keimwelt im Vergleich zu Gesunden drastisch verschoben. mehr »

So wird Insulin für Diabetiker produziert

Hinter den Toren des Industrieparks Höchst bieten sich faszinierende Einblicke in die Welt der Hochleistungs-Biotechnologie: Milliarden von E.coli-Bakterien produzieren hier das für Diabetiker überlebenswichtige Insulin. mehr »

Angst vor Epidemien in Lagern

Nach ihrer dramatischen Flucht aus Myanmar suchen über eine halbe Million Rohingya Schutz in Bangladesch. Die Lage in den eilig aufgeschlagenen Lagern ist desolat. mehr »