Ärzte Zeitung, 08.11.2004

Gute Bewertung für neues Inhalationssystem

BAD REICHENHALL (wst). Seit Anfang diesen Jahres steht für die inhalative Wirkstoffkombination Ipratropium plus Fenoterol ein neuartiges, handliches, druckfedergetriebenes Applikationssystem zur Verfügung. Im Vergleich mit einem herkömmlichen Dosieraerosol gleichen Wirkstoffinhaltes bevorzugen Patienten die neue Alternative.

In einer Cross-Over-Studie waren 95 COPD-Patienten, 87 Asthma-Patienten und 42 Patienten mit gemischter obstruktiver Atemwegserkrankung zweimal sieben Wochen lang mit einer inhalativen Ipratropium/Fenoterol-Kombination entweder mit herkömmlichem Dosieraerosol oder mit dem neuen System (Berodual® Respimat®) behandelt worden.

Der niedergelassene Pneumologe Dr. Wolfgang Schürmann aus Marburg hat die Studienergebnisse bei einem Symposium des Unternehmens Boehringer Ingelheim in Bad Reichenhall vorgestellt.

Obwohl alle Patienten schon vor Einschluß in die Studie mit dem herkömmlichen Dosieraerosol behandelt und damit mit dessen Gebrauch vertraut waren, bevorzugten 72 Prozent der Patienten am Ende der Studie das neue System. 17 Prozent bevorzugten nach wie vor das alte Gerät.

Sieben Prozent hatten keine Vorliebe, die übrigen die Frage nicht beantwortet. Die Patienten empfanden vor allem die langsamere Geschwindigkeit der Aerosolwolke aus dem neuen System als angenehm und beschrieben die damit gefühlte Inhalationstiefe als besser.

Das Ergebnis der Studie entspreche auch den Erfahrungen, die er mit seinen eigenen Patienten gemacht habe, sagte Schürmann. Von 50 Patienten seiner Praxis, die Schürmann vom herkömmlichen Dosieraerosol mit Fenoterol und Ipratropium auf das neue System umgestellt hat, begrüßten 46 Patienten diese Entscheidung.

Alle Patienten kamen mit der Bedienung des neuen, in jede Hemdtasche passenden Gerätes gut zurecht, sagte Schürmann. Der Vorteil des neuen Inhalationssystems war um so deutlicher, je schlechter die Lungenfunktion war.

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