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Ärzte Zeitung, 22.04.2005

KOMMENTAR

Asthmatiker sollten Sport treiben

Von Pete Smith

Asthma und Sport, das ist kein Paar von Gegensätzen - im Gegenteil: Regelmäßige sportliche Betätigung erhöht sogar die Schwelle, bei der Anstrengungsasthma einsetzt. Diese Botschaft ist bei den Betroffenen jedoch noch immer nicht angekommen, und es hat den Anschein, daß auch so mancher Arzt beim Thema Asthma und Sport eher skeptisch bleibt.

Bedeutung kommt dem Sport jedoch auch bei der Erkennung von Asthma zu. Eine Studie mit Jugendlichen in Odense etwa zeigte überraschenderweise, daß etwa ein Drittel der Asthma-Patienten - hier waren es vor allem Übergewichtige, die Sport ganz mieden - nicht bekannt waren.

Für Patienten mit Exercise-induced Asthma ist - wie für alle anderen Asthmatiker auch - die medikamentöse Therapie von größter Bedeutung. Denn gilt es doch nicht nur, die Symptome des Asthmas zu lindern, sondern auch die Spätfolgen der Erkrankung im Blick zu behalten. Daher greift eine Behandlung allein mit Betasympathomimetika zu kurz, eine zusätzliche antiinflammatorische Therapie mit einem Kortikosteroid sollte schon in der frühen Asthma-Phase beginnen.

Die schwierigste Aufgabe für die Hausärzte ist dabei sicherlich, ihre Patienten (oder bei Kindern deren Eltern) davon zu überzeugen, daß inhalierbare Glukokortikoide nichts mit jenem "Teufelszeug" zu tun haben, als das Kortison bei vielen Bürgern noch immer verschrien ist.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund:
14 Asthmatiker rennen gegen ihre Krankheit an - ihr Ziel ist der diesjährige New-York-Marathon

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