COPD/Asthma

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Modul: Asthma bronchiale – Update 2019

Ärzte Zeitung, 19.07.2005

Leukotrienantagonist lindert Asthma und Rhinitis

Asthma-Kranke mit allergischer Rhinitis müssen besonders oft in die Klinik / Doppeleffekt von Montelukast belegt 

MÜNCHEN (wst). Etwa 30 Millionen Patienten in Europa haben Asthma, 60 bis 80 Prozent von ihnen leiden zugleich an einer allergischen Rhinitis. Auch wegen der negativen Auswirkungen auf das Asthma muß konsequent gegen die Rhinitis vorgegangen werden, haben Experten beim Welt-Allergie-Kongreß in München betont.

Wenn Kinder mit Asthma zugleich eine allergische Rhinitis haben, werden sie im Vergleich zu Asthma-kranken Kindern ohne Rhinitis doppelt so häufig wegen Komplikationen in eine Klinik eingewiesen. Das hat Professor David Price von der Universität Aberdeen in Schottland mit Verweis auf neue Studiendaten berichtet.

Ähnlich sehe es bei Erwachsenen aus. Im Vergleich zu Asthmapatienten ohne allergischer Rhinitis hätten Erwachsene mit beiden Erkrankungen eine um 50 Prozent höhere asthmabedingte Hospitalisationsrate, sagte Price in München bei einem vom Unternehmen MSD unterstützten Symposium.

    Eine allergische Rhinitis haben zwei Drittel der Asthmakranken.
   

Mit modernen Antihistaminika und nasal applizierbaren topischen Kortikosteroiden lassen sich die Symptome einer allergischen Rhinitis meist deutlich lindern, sagte Price. Bislang sei aber in keiner Studie überzeugend belegt worden, daß mit einer solchen Therapie gegen allergische Rhinitis auch die Asthmasymptome entscheidend gebessert werden könnten.

Für den Leukotrienantagonisten Montelukast (Singulair®) sei dagegen ein solcher Doppeleffekt eindeutig belegt. Price verwies dazu auf eine Subanalyse aus der COMPACT-Studie (das Akronym steht für Clinical Observation of Montelukast as a Partner Agent for Complementary Therapy).

Danach hat bei Asthmatikern mit allergischer Rhinitis die zwölf Wochen dauernde orale Einnahme von 10 mg Montelukast zusätzlich zu inhalativ 800 µg Budesonid den morgendlichen Peakflow-Wert signifikant stärker verbessert als die Verdoppelung der Budesonid-Dosis.

Und eine erstmals jetzt in München präsentierten Metaanalyse aus vier größeren Asthma-Studien hat ergeben: Bei 1192 Asthma-Patienten mit allergischer Rhinitis wurde durch die Einnahme von Montelukast im Vergleich zu Placebo die Lungenfunktion deutlich verbessert. Dabei sei die Zahl der Tage ohne Asthma-Symptome um fast 13 Prozent gesteigert worden, gleichzeitig habe sich der Bedarf an Beta-2-Mimetika um 22 Prozent reduziert, berichtete Price.

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